Woche 3 | Sitzung 1: SC-Design und Betriebsstrategie — Verbindung zur Unternehmensstrategie
Kurs: Supply-Chain-Digitalisierung
Überblick über die Sitzung
Abschnitt betitelt „Überblick über die Sitzung“Strategiehierarchie — Unternehmen → Funktion → Betrieb
Abschnitt betitelt „Strategiehierarchie — Unternehmen → Funktion → Betrieb“Unternehmens- / Geschäftsstrategie
Abschnitt betitelt „Unternehmens- / Geschäftsstrategie“Betriebs- / SC-Strategie
Abschnitt betitelt „Betriebs- / SC-Strategie“Funktionsstrategien — Alle auf die Unternehmensstrategie ausgerichtet
Abschnitt betitelt „Funktionsstrategien — Alle auf die Unternehmensstrategie ausgerichtet“Jeder Bereich eines Unternehmens braucht eine eigene Strategie. Alle Funktionsstrategien müssen zur übergeordneten Unternehmensstrategie passen:
| Funktionsbereich | Strategietyp |
|---|---|
| Marketing | Marketingstrategie |
| Finanzen | Finanzstrategie |
| Produktion | Fertigungsstrategie |
| Personalwesen | HR-Strategie |
| Kommunikation | Werbestrategie |
| Supply Chain | Betriebs- / SC-Strategie |
Fallbeispiel — Standardisiertes FMCG-Produkt für preisbewusste Verbraucher
Abschnitt betitelt „Fallbeispiel — Standardisiertes FMCG-Produkt für preisbewusste Verbraucher“Ausgangssituation der Unternehmensstrategie
Abschnitt betitelt „Ausgangssituation der Unternehmensstrategie“| Parameter | Detail |
|---|---|
| Produkt | Standardisiertes FMCG-Produkt (z. B. Shampoo) |
| Zielmarkt | Preisbewusste Verbraucher |
| FMCG-Definition | Fast Moving Consumer Goods — werden regelmäßig gekauft, über Einzel- und Online-Kanäle verfügbar |
| Wettbewerbsumfeld | Das Produkt ist nicht einzigartig — viele ähnliche Konkurrenzprodukte existieren |
Strategische Folgerung: Im wettbewerbsintensiven Massenmarkt muss das Unternehmen immer positive Gewinnmargen sicherstellen.
Strategie zur Margensicherung: Kosten senken + Volumen erhöhen — diese beiden Ziele fließen in jede Funktionsstrategie ein.
1. Produktdesign- und F&E-Strategie
Abschnitt betitelt „1. Produktdesign- und F&E-Strategie“Ziel: Die Herstellungskosten pro Einheit senken, ohne die Produktfunktion zu beeinträchtigen.
Materialwahl
Abschnitt betitelt „Materialwahl“| Option | Überlegung |
|---|---|
| Recycelte Materialien | Oft günstiger, wenn die Recyclingtechnologie kostengünstig ist — bei kostenbewusster Strategie bevorzugt |
| Primärmaterialien | Können günstiger sein, wenn Recyclingtechnologie teuer ist — kontextabhängige Entscheidung |
Einschränkung: Die Materialwahl darf die Produktfunktion nicht verringern oder Verbraucher vom Produkt wegdrängen.
Standardisierte Komponenten
Abschnitt betitelt „Standardisierte Komponenten“Modularität
Abschnitt betitelt „Modularität“Das Produkt mit modularen Komponenten gestalten, die standardisiert und am Markt leicht verfügbar sind. Standardteile werden zu einem einzigartigen Konsumprodukt zusammengestellt — Differenzierung ohne teure Sonderanfertigung.
Verpackungsentscheidungen
Abschnitt betitelt „Verpackungsentscheidungen“Die Verpackung muss direkt auf den preisbewussten Verbraucher ausgerichtet sein:
| Verpackungsformat | Zielverbraucher | Anwendungsfall |
|---|---|---|
| Beutel | Einkommensschwache, ländliche oder Einzelverbraucher | Kleine, günstige Einheiten mit niedrigem Stückpreis |
| Flaschen | Familien oder Stammkunden | Größere Einheiten mit besserem Preis-Menge-Verhältnis |
2. Werbe- und Marketingstrategie
Abschnitt betitelt „2. Werbe- und Marketingstrategie“Ziel: Das Produkt so bepreisen, dass es preisbewusste Verbraucher anspricht und ein hohes Kaufvolumen erzeugt.
Stabile Preisgestaltung
Abschnitt betitelt „Stabile Preisgestaltung“Volumenfördernde Maßnahmen
Abschnitt betitelt „Volumenfördernde Maßnahmen“| Maßnahme | Mechanismus |
|---|---|
| Produktbündelung | Mehrere Einheiten zusammen zu einem Paketrabatt verkaufen — z. B. 10 Einheiten kaufen und Rabatt erhalten → treibt höheres Volumen pro Kauf |
| Strategische Rabatte | An gezielten Punkten eingesetzt, um höhere Stückmengen zu fördern, ohne den regulären Preis zu untergraben |
3. Betriebsstrategie
Abschnitt betitelt „3. Betriebsstrategie“Ziel: Die Betriebskosten senken, nachdem Produktdesign- und Preisentscheidungen bereits getroffen wurden.
Sobald Design- und Preisparameter festgelegt sind, muss die Betriebsfunktion optimieren, wie diese Entscheidungen so effizient wie möglich umgesetzt werden.
Wichtige Hebel
Abschnitt betitelt „Wichtige Hebel“| Hebel | Maßnahme |
|---|---|
| Prozesseffizienz | Doppelte oder überflüssige Prozesse identifizieren und entfernen; Ressourcenauslastung in allen Produktionsstufen maximieren |
| Logistikoptimierung | Vollladungen (FTL) im Transport anstreben — teils leere Fahrzeuge verschwenden fixe Transportkosten |
| Beschaffung | Aggressiv mit Lieferanten über niedrigere Einkaufspreise für Roh- und Verpackungsmaterialien verhandeln |
| Lagerbestand | Lagerbestände durch Lean-Methoden reduzieren — nur das halten, was gebraucht wird, wann es gebraucht wird |
| Vermögensverwaltung | Hoher Anlagenbesitz (Fertigungsanlagen, Fahrzeuge) → hohe Fixkosten. Outsourcing ausgewählter Aktivitäten reduziert Anlagenbesitz und wandelt Fixkosten in variable Kosten um |
Wichtige Erkenntnis — Alle Strategien sind miteinander verknüpft
Abschnitt betitelt „Wichtige Erkenntnis — Alle Strategien sind miteinander verknüpft“Zusammenfassung — Unternehmensstrategie → Funktionsstrategie-Kaskade
Abschnitt betitelt „Zusammenfassung — Unternehmensstrategie → Funktionsstrategie-Kaskade“- Unternehmensstrategie → Standard-FMCG-Produkt für einen preisbewussten Markt → Hauptziele: Kosten senken + Volumen erhöhen
- Design- und F&E-Strategie → Recycelte oder standardisierte Materialien; modulares Komponentendesign; optimaler Beutel-zu-Flasche-Verpackungsmix
- Marketingstrategie → Stabile EDLP-Preisgestaltung; Produktbündelung; strategische Rabatte zur Volumenförderung
- Betriebsstrategie → Prozessredundanz beseitigen; FTL in der Logistik erreichen; Lean-Lagerbestand; Outsourcing; aggressive Lieferantenverhandlung