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Digital Marketing II: Inbound, Social und Mobile

Innovation & New Business Planning - TUHH Institute of Innovation Marketing & Institute of Entrepreneurship, Hamburg · Teil meines Technology-Management-MBA · Lernnotizen zur Wiederholung.


Im vorigen Kapitel ging es darum, Aufmerksamkeit zu kaufen. In diesem geht es darum, sie zu verdienen. Das Bild, das der Text selbst für diesen Unterschied benutzt, ist die sauberste Zusammenfassung, die jemand dafür geschrieben hat: Outbound Marketing ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, während Inbound Marketing ist, als hielte man einen Magneten hoch, sodass die Nadel von selbst kommt. Statt potenzielle Kunden mit Werbung zu jagen, positioniert sich das Unternehmen als genau das, wonach die Leute ohnehin schon suchen.

Zwei Kräfte drücken in diese Richtung, und beide sind messbar. Die erste ist, dass Werbung an Griff verliert: Rund 86 Prozent der US-Fernsehzuschauer überspringen die Werbeblöcke vollständig, und 84 Prozent der Konsumenten zwischen 25 und 34 Jahren haben eine Website weggeklickt, weil die Werbung darauf irrelevant oder aufdringlich war. Die zweite ist, dass die Suche den Anfang des Kaufprozesses übernommen hat: Etwa 82 Prozent der US-Konsumenten recherchieren online, bevor sie überhaupt etwas kaufen. Wenn die Leute ohnehin schon suchen, ist das Billigste, was man sein kann, auffindbar zu sein.

Dieses Kapitel geht den Rest des digitalen Bildes durch: gefunden werden, Content erstellen, auf der Landing Page konvertieren, dann die fünf getrennten Aufgaben, aus denen Social-Media-Arbeit besteht, dann das, was sich auf einem mobilen Bildschirm tatsächlich ändert, und zum Schluss die zwei ergänzenden Themen, die unter alldem liegen - Big Data und Data Science sowie der unangenehme Handel zwischen Personalisierung und Privatsphäre.

Outbound Marketing kämpft um die beste Anzeigenplatzierung auf der Ergebnisseite. Inbound Marketing kämpft um etwas völlig anderes: darum, dass die organischen Links des Unternehmens höher ranken als konkurrierende organische Links, wenn jemand ein Keyword eintippt. Dieselbe Seite, die andere Hälfte davon, eine völlig andere Ökonomie.

Outbound im vorigen Kapitel behandelt
  • Das Unternehmen beginnt das Gespräch und schiebt eine Botschaft nach außen
  • Konkurriert um den bezahlten Platz auf der Ergebnisseite
  • Man zahlt pro Klick oder pro tausend Impressionen, jedes Mal wieder
  • Die Reichweite skaliert mit dem Budget, also verschwinden die Kosten nie
Inbound dieses Kapitel
  • Der Kunde beginnt das Gespräch, indem er sucht
  • Konkurriert um den organischen Rang, der sich nicht direkt kaufen lässt
  • Man zahlt dafür, Content zu erstellen und Links zu verdienen, meist einmalig
  • Baut auf Blogs, Podcasts, White Papers, Video und Search Engine Optimization auf
Der Text definiert Inbound Marketing als das Einbinden von Konsumenten durch die Erstellung von Content, sodass das Unternehmen, seine Marke, seine Produkte und seine Leistungen gefunden werden, wenn Konsumenten nach Informationen suchen.

Der Abschnitt ordnet sich dann um drei Fragen, die ein Marketingmanager beantworten muss, und die nächsten drei Abschnitte sind genau diese Antworten.

Wie finden mich Konsumenten?Welchen Content soll ich erstellen, um sie anzuziehen?Wie optimiere ich meine Website auf Engagement?

2 · Gefunden werden: wie eine Suchmaschine entscheidet, wer gewinnt

Abschnitt betitelt „2 · Gefunden werden: wie eine Suchmaschine entscheidet, wer gewinnt“

Beginnen wir mit der brutalen Tatsache, die den ganzen Aufwand überhaupt erst lohnend macht: Organische Links erscheinen in einer bestimmten Reihenfolge, und Studien zeigen, dass die meisten Konsumenten nie über die obersten paar organischen Links der ersten Seite hinausschauen. Rang drei ist ein Geschäft. Rang dreißig ist unsichtbar. Der Prozess, diese Liste hinaufzuklettern, heißt Search Engine Optimization, kurz SEO, und der Text definiert ihn schlicht als den Einsatz von Merkmalen, die eine Unternehmenswebsite in der organischen Trefferliste höher ranken lassen, ohne dafür Geld zu zahlen.

Um das Spiel zu spielen, muss man wissen, was die Suchmaschine eigentlich tut. Sie tut zwei grundlegende Dinge.

Indexierensie katalogisiert die Webseiten, die sie findet, genau wie ein Bibliothekskatalog
→
Rankensie ordnet diese Seiten nach Relevanz und Wichtigkeit für die eingetippte Anfrage
→
Ergebnisdie geordnete Liste organischer Links, die der Konsument tatsächlich sieht
Die Indexierung entscheidet, ob man in der Welt der Suchmaschine überhaupt existiert. Das Ranking entscheidet, ob einen jemals jemand sieht.

Das Ranking ruht auf zwei Schlüsselfaktoren, und die Trennung zwischen ihnen ist das Nützlichste an diesem Abschnitt, denn die beiden Faktoren werden auf völlig verschiedene Weise verdient.

Relevanz auf der eigenen Seite
  • Wie genau die Suchmaschine die Anfrage eines Konsumenten mit einer bestimmten Seite in Übereinstimmung bringen kann
  • Getrieben vom Seitentitel
  • Getrieben vom Seiteninhalt
  • Getrieben von Meta-Tags, den Codezeilen im Head-Bereich einer Seite, die Zusatzinformationen über ihre Struktur tragen
  • Das alles kontrolliert man selbst, und genau deshalb ist es das Erste, was man in Ordnung bringt
Autorität auf den Seiten aller anderen
  • Das Maß der Suchmaschine für die Wichtigkeit einer Seite
  • Beruht auf der Anzahl und der Autorität anderer Webseiten, die auf sie verlinken
  • Gemessen vom proprietären PageRank-Algorithmus, der aus der Doktorarbeit eines der Mitgründer der Suchmaschine hervorgegangen ist
  • Die Idee ist der wissenschaftlichen Zitation entlehnt: Ein Aufsatz ist wichtig, wenn viele Aufsätze ihn zitieren, und eine Zitation aus einem viel zitierten Aufsatz zählt mehr
  • Das kann man nicht selbst setzen, man kann es sich nur verdienen
Die zwei Ranking-Faktoren. Einer sitzt auf der eigenen Seite und lässt sich heute bearbeiten, der andere sitzt auf den Seiten aller anderen und muss verdient werden.

Inbound Marketing braucht deshalb zwei Schlüsselaktionen, eine pro Faktor. Erstens dafür sorgen, dass die Website die Inhalte, Keywords und Meta-Tags trägt, die ihre Relevanz für eine bestimmte Anfrage erhöhen, was bedeutet, die Keywords und Suchformulierungen zu antizipieren, die Konsumenten wahrscheinlich verwenden. Zweitens Wege finden, eingehende Links von anderen Websites zu verdienen, um Autorität aufzubauen, und der Weg dazu ist kluge Content-Erstellung. Man beachte, dass die zweite Aktion den Ball direkt an den nächsten Abschnitt weitergibt: Autorität ist kein SEO-Trick, sie ist ein Nebenprodukt davon, etwas zu veröffentlichen, das verlinkt zu werden verdient.

3 · Content erstellen: jedes Unternehmen ist jetzt ein Verlag

Abschnitt betitelt „3 · Content erstellen: jedes Unternehmen ist jetzt ein Verlag“

Content-Erstellung für digitales Marketing hat zwei Hauptziele, und sie bilden die zwei Ranking-Faktoren fast eins zu eins ab.

Ziel eins: die Fragen des Kunden beantwortenüber bloße Produktinformationen hinausgehen und das tatsächliche Problem des Konsumenten lösen
↓
Ziel zwei: originell, vertrauenswürdig und interessant seinsodass andere Organisationen und Einzelpersonen freiwillig auf einen verlinken, was Autorität aufbaut
Ziel eins speist die Relevanz und die Kundenbeziehung. Ziel zwei speist die Autorität. Content Marketing heißt, beides mit demselben Material zu tun.

Ziel eins verlangt eine kundenzentrierte Sicht auf die Welt. Man sucht nach Wegen, das Problem eines Konsumenten zu lösen, unabhängig davon, ob das direkt und unmittelbar mit einem Verkauf zusammenhängt. Der Text sagt es mit ungewöhnlicher Ehrlichkeit: Selbst wenn dieser Konsument am Ende beim Wettbewerber kauft, hat man die Beziehung zu ihm verbessert und das Bewusstsein für das Produkt und für den Bedarf danach erhöht.

  • Home Depot, der weltgrößte Fachhändler für Heimwerkerbedarf, hat darüber nachgedacht, wie Menschen ein Renovierungsprojekt tatsächlich angehen. Um den praktischen Rat zu spiegeln, den seine Mitarbeiter in den Filialen geben, hat es Videos und Blogs auf seiner Website aufgebaut, die allgemeine Heimwerkertipps geben. Mit der Relevanz der Seite für Konsumenten stieg auch ihr Traffic.
  • Kosmetikunternehmen sind von reiner Produktwerbung dazu übergegangen, Online-Videos zu veröffentlichen, die Menschen zeigen, wie man Make-up aufträgt. Das Video beantwortet einen echten Informationsbedarf und führt die Produkte auf natürliche Weise ein, ohne wie ein Werbeskript zu klingen.

Ziel zwei verlangt, dass der Content Markenreputation aufbaut, denn Reputation ist das, was andere Seiten dazu bringt, auf einen zu verlinken.

  • Whole Foods bloggt nicht nur über Lebensmittel und Rezepte, sondern über biologisches und nachhaltiges Leben.
  • American Express betreibt eine Content-Plattform zu breiten Wirtschaftsthemen wie Führung, Marketing und digitalen Werkzeugen, mit dem Anspruch, der erste Ansprechpartner nicht nur für Kredit zu werden, sondern für jeden Aspekt der Unternehmensführung.

Der Schluss, den der Text zieht, lohnt sich als Satz zu merken: Jedes Unternehmen hat das Potenzial, ein Verlag zu werden. Und wer ein Verlag ist, braucht das, was eine Zeitschrift schon immer gebraucht hat, nämlich einen benannten Chefredakteur, der Erstellung, Steuerung und Verbreitung des Online-Contents verantwortet. Das ist eine organisatorische Entscheidung, keine Marketingtaktik.

Die im Abschnitt genannten Formate sind die praktische Speisekarte: Blogs, Podcasts, White Papers, Videos und die SEO-Arbeit, die all das auffindbar macht.

4 · Landing Pages optimieren: die andere Hälfte der Schlacht

Abschnitt betitelt „4 · Landing Pages optimieren: die andere Hälfte der Schlacht“

Den Konsumenten dazu zu bringen, auf den organischen Link zu klicken, ist, in der Formulierung des Textes, nur die halbe Schlacht. Die andere Hälfte ist die Entscheidung, was auf der Landing Page erscheint, damit der Besucher zum Kunden konvertiert. An diesem Punkt ist User Experience alles.

Die empfohlene Methode ist, das Design mit Fokusgruppen aus Konsumenten zu testen, und der Text listet genau auf, was zu testen sich lohnt.

FarbenButtonformenPositionFormulierungSchriftenBilderLogosBenutzbarkeitPerformance

Der Gewinn kann groß sein, und er ist nicht nur kommerzieller Art. Als eine US-Behörde ihre Website auf Benutzbarkeit hin neu gestaltete, verdoppelte sich die Erfolgsquote bei den Aufgaben nahezu, die Bearbeitungszeit sank und die Nutzerzufriedenheit schoss nach oben. Und weil die Smartphone-Nutzung weiter steigt, gehen Unternehmen bei der Websitegestaltung zu einer Mobile-First-Mentalität über, was die Brücke zu Abschnitt 11 dieses Kapitels ist.

A/B-Tests sind das Werkzeug, das der Text für diese Art von Arbeit nennt. Er definiert einen A/B-Test als ein Experiment, in dem die Wirkung einer einzigen Variablen getestet wird, üblicherweise eingesetzt bei Anzeigentexten sowie bei Text oder Design einer Landing Page, um herauszufinden, welche Version das gewünschte Ergebnis besser erzeugt. Die Disziplin steckt im Wort einzig: Ändert man Überschrift, Buttonfarbe und Bild gleichzeitig, lernt man nichts darüber, welches davon den Unterschied gemacht hat.

5 · Social Media: warum Mundpropaganda zur Hauptsache wurde

Abschnitt betitelt „5 · Social Media: warum Mundpropaganda zur Hauptsache wurde“

Outbound und Inbound sind beide Unternehmen-zu-Konsument-Interaktion. Social Media ist von anderer Art: ein Werkzeug, mit dem Menschen weltweit Informationen und Ideen erstellen und teilen, meist untereinander, und das Unternehmen ist nur einer der Teilnehmer.

Der Text belegt den Maßstab mit Ereignissen statt mit Statistiken. Facebook und Twitter waren maßgeblich am Arabischen Frühling beteiligt, der im Dezember 2010 begann, und Facebook spielte eine erhebliche Rolle bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 und wurde zum Brennpunkt der Untersuchung zur russischen Einflussnahme. Im Bereich der öffentlichen Gesundheit begann die Ice Bucket Challenge für die ALS-Forschung in Boston und ging um die Welt: Zwischen dem 1. Juni und dem 1. September 2014 wurden mehr als 17 Millionen Challenge-Videos auf Facebook geteilt und von mehr als 440 Millionen Menschen über 10 Milliarden Mal angesehen. In der Unterhaltung überschritt das Popvideo Gangnam Style von 2012 innerhalb von zwei Jahren zwei Milliarden YouTube-Aufrufe und lag im Februar 2019 bei 3,29 Milliarden, dem sechstmeistgesehenen Video der Plattform. Vor dem Kinostart des Films Detective Pikachu im Mai 2019 twitterte ein Schauspieler über ein angebliches Leak des kompletten Films auf einem privaten YouTube-Konto, und das Marketingteam des Studios, dem dieses Konto vermutlich gehörte, stellte einen Clip online, in dem Pikachu über die volle Laufzeit des Films von 1 Stunde und 44 Minuten tanzt. Binnen zwei Monaten war er fast 25 Millionen Mal angesehen worden.

Für Unternehmen steckt die Konsequenz in einem viel zitierten Satz: Eine Marke ist nicht mehr das, was wir dem Konsumenten sagen, dass sie ist, sondern das, was Konsumenten einander über sie sagen. Die Zahlen hinter diesem Satz sind die, die man sich merken sollte.

Was gemessen wurdeDer Befund
Anteil der Käufe, die primär durch Mundpropaganda ausgelöst werdenGeschätzt 20 bis 50 Prozent aller Käufe
Peer-Effekt auf die App-AdoptionEine Person übernimmt eine mobile App mit dreifacher Wahrscheinlichkeit, wenn ein Freund sie übernimmt
Gespräche und Markenumsatz, Studie über 170 Marken, 2017Online- und Offline-Gespräche treiben geschätzt 19 Prozent des Markenumsatzes, entsprechend 7 bis 10 Billionen Dollar jährlicher Konsumausgaben in den USA
Wert eines über Mundpropaganda gewonnenen KundenKunden, die über Mundpropaganda gewonnen werden, sind doppelt so viel wert wie solche aus anderen Kanälen
Peer-Effekt auf die AbwanderungDie Wahrscheinlichkeit, zu einem Wettbewerber zu wechseln, steigt um 80 Prozent, wenn ein Freund des Kunden gewechselt ist

Social Media hat außerdem eine neue Klasse von Social Influencern und digitalen Prominenten hervorgebracht: eine Beauty-Expertin mit 38 Millionen Instagram-Followern Mitte 2019 und eine Internetpersönlichkeit und Schauspielerin mit 21 Millionen Instagram-Followern und 35 Millionen YouTube-Videoaufrufen. Unternehmen setzen sie zunehmend zur Unterstützung von Marken ein, und in einigen Fällen haben diese Prominenten anschließend eigene Marken gegründet.

Der Abschnitt teilt die Managementaufgabe dann in fünf getrennte Aufgaben, und die nächsten fünf Abschnitte nehmen sie einzeln durch.

Zuhörenwas sagen sie ohnehin schon
→
Mitredeneinsteigen und es mitgestalten
→
Verstärkendie Botschaft in Umlauf bringen
→
Messenherausfinden, ob irgendetwas davon gewirkt hat
→
Managendie schlechten Tage verhindern und überstehen
Die fünf Social-Media-Aufgaben. Sie werden meist von verschiedenen Leuten erledigt, und nur die letzte bekommt Aufmerksamkeit, wenn sie scheitert.

Gespräche in sozialen Medien enthalten Informationen, die Unternehmen nutzen können, und der Text sortiert diesen Wert in drei Verwendungen.

Kunden verstehen. Umfragen arbeiten mit vorgegebenen Fragen, und Fokusgruppen erfassen nur eine Handvoll Menschen. Social Media liefert einen breiteren und tieferen Blick auf Einstellungen und Verhalten von Konsumenten, weil es das ist, was Menschen unaufgefordert sagen. Das Beispiel ist PatientsLikeMe, eine Plattform, auf der Patienten in bedeutenden Behandlungen wie Organtransplantationen oder mit chronischen Erkrankungen wie ALS oder Multipler Sklerose persönliche Erfahrungen teilen und von anderen mit derselben Erkrankung hören. Patienten bekommen medizinischen Rat von ihren Ärzten, aber sie sind hungrig darauf, über Themen der Selbstfürsorge zu lernen und sich auszutauschen, etwa den Umgang mit Nebenwirkungen oder Schmerzen. Novartis ist eine bedeutende Partnerschaft mit der Plattform eingegangen, um eine Community von Organtransplantierten aufzubauen und aus ihren Erfahrungen zu lernen. Solche Partnerschaften erlauben es Unternehmen, Konsumentenbedürfnisse zu erkennen und zu analysieren und dann Produkte, Preise und Kommunikation darauf zuzuschneiden. Bis 2019 war die Plattform zum weltweit größten personalisierten Gesundheitsnetzwerk geworden, mit mehr als 650.000 Menschen, 2.900 Krankheitsbildern und mehr als 43 Millionen Datenpunkten, weshalb UnitedHealth Group sie im Juni 2019 übernahm.

Markenwahrnehmung. Wie sehen Konsumenten die Marke, was mögen oder missbilligen sie, womit verbinden sie sie? Die traditionelle Antwort ist eine maßgeschneiderte Studie, die eine Wahrnehmungskarte erzeugt. Aber auch Millionen beiläufiger sozialer Gespräche sind ein Fenster in den Kopf des Konsumenten, und mit Sentiment-Analyse und Text Mining kann ein Unternehmen Markenassoziationskarten in Echtzeit bauen. Der Text zeigt eine solche Karte für Nike.

Kundenzufriedenheit und künftiges Verhalten. Bewertungen und Gespräche zeigen sowohl die Zufriedenheit als auch das künftige Kaufverhalten an. Konsumenten prüfen routinemäßig Hotelbewertungen auf TripAdvisor oder Restaurantbewertungen auf Yelp, bevor sie buchen, und die Effekte sind messbar.

StudieErgebnis
Yelp-RestaurantbewertungenEin Anstieg um einen Stern war mit einem Umsatzplus von 5 bis 9 Prozent verbunden
FernsehserienSerien, die in einer breiten Zahl von Communities besprochen wurden, schnitten besser ab als solche, die innerhalb einer einzigen fokussierten Community besprochen wurden
Eine Online-CommunityInteraktionen zwischen Mitgliedern erhöhten die Konsumausgaben für Bücher, Musik und Filme, besonders bei den aktivsten und am besten vernetzten Teilnehmern
Multichannel-UnterhaltungshändlerEin zweistelliger Anstieg der Ausgaben war dem Kaufverhalten von Konsumenten zuzuschreiben, die der Online-Community des Unternehmens beigetreten waren

Zuhören ist passiv. Ein Unternehmen kann auch mitreden und das Gespräch mitgestalten.

  • Starbucks hat mit My Starbucks Idea eine Seite für Produktvorschläge aufgebaut, um neue Ideen von Kunden zu gewinnen. Sie verbindet Enthusiasten miteinander und lässt sie an der Markencommunity teilnehmen, während Mitarbeiter die Beiträge sichten und ausgewählte Ideen umsetzen.
  • C Space betreibt Hunderte von Online-Communities, rekrutiert Mitglieder, die zum Zielprofil seiner Firmenkunden passen, und moderiert die Diskussion aktiv, sodass diese Kunden etwas über Kundenverhalten und unerfüllte Bedürfnisse lernen. Der Snackhersteller Nabisco brachte sein 100 Calorie Pack nach genau solchen Rückmeldungen auf den Markt.

Teilnahme öffnet außerdem die Tür zum Real-Time Marketing. Als ein Stromausfall den Super Bowl 2013 unterbrach, verwandelten schnelle Unternehmen den Moment in Reichweite. Walgreens twitterte, es führe durchaus Kerzen. Oreo postete, der Stromausfall sei kein Problem, man könne auch im Dunkeln dunken. In fünf Stunden an jenem Tag stieg Oreos Instagram-Gefolgschaft von 5.000 auf 34.000.

8 · Verstärken und hebeln: warum, was und wie Menschen teilen

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Unternehmen können Social Media nutzen, um eine Botschaft zu verstärken und Markenbotschafter zu schaffen. Tremor, ein 2002 von P&G gegründetes Unternehmen, nutzt eine Community von mehr als einer Million Müttern sowie Boomer, Millennials und US-hispanische Konsumenten, um über einflussreiche Konsumenten Bekanntheit und Fürsprache durch Mundpropaganda zu erzeugen. Die meisten Kampagnen kombinieren heute bezahlte und soziale Medien.

Zwei Kampagnen tragen die Zahlen, die man zitieren sollte.

KampagneWas getan wurdeErgebnis
Neuseeländische Polizei, 2017Eine Behörde, die zu 80 Prozent weiß und zu 70 Prozent männlich war, wollte vielfältigere Bewerber und drehte deshalb ein YouTube-Video mit einer vielfältigen Gruppe von 70 ihrer Beamten und bewarb es über InfluencerErreichte binnen einer Woche über 91 Millionen Menschen, war das Top-Trending-Video auf YouTube und Facebook, der Traffic auf der Rekrutierungsseite stieg um 898 Prozent, Bewerbungen aus vielfältigen Bevölkerungsgruppen um 615 Prozent, und am Ende stand die höchste Zahl weiblicher Rekruten überhaupt
Wendy’s, 2018Ein Mixtape mit Raptracks gegen McDonald’s und Burger King, beworben auf Twitter und veröffentlicht auf Apple Music, Google Play und SpotifyKletterte in die Top 50 der Global-Viral-Liste von Spotify und auf Platz drei der Hip-Hop-Charts von Apple Music und sammelte Streams im Wert von 76 Jahren in einer einzigen Woche

Um überhaupt gezielt zu verstärken, muss ein Manager drei Dinge verstehen: warum Konsumenten teilen, was sie teilen und wie sich das Teilen ausbreitet.

Warum. Die Motive sind intrinsisch oder extrinsisch. Intrinsische Motive sind immaterielle Belohnungen wie sozialer Status: Yelp veranstaltet besondere Events für Elite-Mitglieder, die Bewertungen beitragen, und dieser VIP-Status motiviert sie, im Freundeskreis für die Seite zu werben. Extrinsische Motive sind materielle Anreize wie Geld oder Gratisprodukte, und genau deshalb arbeiten Influencer mit großer Gefolgschaft, die erhebliche Einkommen erzielen können, hart daran, bei neuen Produkten und Trends die Ersten zu sein.

Was. Um das intrinsische Motiv auszulösen, muss der Content emotional andocken. Forschung zu viralen Videoanzeigen hat ein wiederholbares Rezept gefunden.

Mit einem freudigen Ton öffnenden Zuschauer sofort packen
↓
Eine emotionale Achterbahn bauendie Aufmerksamkeit durch den Mittelteil halten
↓
Überraschen, aber nicht schockierenschockierende Videos sind interessant, werden aber seltener geteilt
↓
Menschen ansprechen, die wahrscheinlich teilendie Reichweite hängt davon ab, wer es zuerst bekommt
Die im Text genannte Struktur viraler Anzeigen. Humor funktioniert meistens: Ein Amazon-Spot, in dem Prominente unwahrscheinliche Anwendungen für Alexa testen, sammelte in sieben Monaten fast 40 Millionen Aufrufe.

Hier lauert eine Falle, bei der der Text vorsichtig ist. Stark unterhaltende Anzeigen werden häufiger geteilt, aber das ist nicht automatisch gut für das Unternehmen, denn die Markenbotschaft kann in der Unterhaltung verloren gehen. Marken müssen die Unterhaltung, die das Teilen verdient, gegen das Branding abwägen, das die Assoziation und die Kaufabsicht verdient.

Wie. Lässt sich Viralität herstellen? Darüber gibt es einen echten Streit. Eine Social-Media-Agentur garantiert, dass sie Viralität herstellen kann. Die Belege zeigen in die andere Richtung.

BelegBefund
Studie von 2012 zu Millionen von Nachrichten auf Twitter und YahooMehr als 90 Prozent verbreiteten sich überhaupt nicht über den Empfänger hinaus; etwa 4 Prozent wurden genau einmal geteilt; weniger als 1 Prozent wurden mehr als siebenmal geteilt
YouTubeDas durchschnittliche Video bekommt weniger als 10.000 Aufrufe; 2017 gab es fast 11.000 Videos mit über einer Milliarde Aufrufen, ein winziger Bruchteil der Milliarden auf der Plattform
DiffusionsrateViralität leiht sich das Bild aus der Epidemiologie, wo jede infizierte Person mehr als eine weitere ansteckt. Die meisten Studien finden, dass die Diffusionsrate von Social-Media-Content weit unter eins liegt

Das ist der Unterschied zwischen Viralität und Verstärkung. Der Gründer von Buzzfeed argumentiert, dass Social-Media-Botschaften zwei- bis dreifach verstärkt werden können, aber nicht wirklich viral gehen. Wenn der Multiplikator zwei oder drei statt exponentiell ist, ändert sich die Strategie vollständig: Die Größe der anfänglichen Aussaat zählt mehr als die Hoffnung auf eine Kettenreaktion.

Das ist das Argument gegen das Bezahlen einer Handvoll Star-Influencer. Eine Studie von 2011 verfolgte 74 Millionen Ereignisse von 1,6 Millionen Twitter-Nutzern und kam zu dem Schluss, dass unter einer breiten Palette plausibler Annahmen die kosteneffizienteste Leistung von gewöhnlichen Influencern kommt, also von Menschen mit durchschnittlichem oder sogar unterdurchschnittlichem Einfluss. Die Empfehlung ist eine Big-Seed-Strategie: die Botschaft bei einer großen Zahl durchschnittlicher Nutzer aussäen statt bei wenigen Prominenten.

Die Debatte hat Marken nicht davon abgehalten, trotzdem zu zahlen, und die Preise sind es wert, gekannt zu werden.

Influencer-Post, 2016, 3 bis 7 Millionen Follower
up to 187,000 dollars per post on YouTube
Dieselben Ausgaben als Kosten pro tausend Impressionen ausgedrückt
CPM of 26 to 62 dollars
YouTube-Durchschnitt zum Vergleich
CPM of 7.60 dollars

Ein Influencer-Post kostet also je tausend Impressionen ungefähr das Drei- bis Achtfache des Plattformdurchschnitts. Viele Marketingmanager zahlen es trotzdem, in der Überzeugung, dass Influencer mehr Engagement erzeugen als andere bezahlte Medien. Der Erfolg hat es sozialen Prominenten außerdem erlaubt, eigene Marken zu gründen, darunter den Beauty-Abodienst Ipsy, früher MyGlam, sowie Kylie Cosmetics, Huda Beauty und das italienische Schuhunternehmen Attico.

9 · Social Media messen: warum die naheliegenden Zahlen lügen

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Es ist schwer, die Wirkung von Social Media auf den Umsatz zu messen, deshalb greifen die meisten Unternehmen auf Ersatzgrößen zurück: die Zahl der Follower, Fans, Shares und Likes. Diese Zahlen werden häufig in Earned Media umgerechnet, also in den Geldbetrag, den das Unternehmen hätte ausgeben müssen, um eine gleich große Zahl von Menschen mit der Botschaft zu erreichen.

Der Text zerlegt dann eine berühmte Zahl. 2013 berichtete ein Social-Analytics-Unternehmen, der durchschnittliche Wert eines Facebook-Fans liege über mehrere Marken hinweg bei 174 Dollar. Die Methode bestand darin, die Ausgaben von Menschen, die eine Marke geliket hatten, mit den Ausgaben derer zu vergleichen, die das nicht getan hatten, und die Differenz den Wert eines Fans zu nennen. Zwei Probleme zerstören diesen Schluss.

Selbstselektion die Richtung der Kausalität
  • Vielkonsumenten einer Cola klicken ohnehin mit höherer Wahrscheinlichkeit auf Gefällt mir bei der Seite dieser Cola
  • Das Liken verursacht also womöglich gar keine zusätzlichen Käufe
  • Die Kausalität kann komplett in die andere Richtung laufen: Viel zu kaufen führt zum Like
Homophilie Gleich und Gleich gesellt sich gern
  • Menschen mit ähnlichen Vorlieben landen in derselben Community oder Gruppe
  • Ein Freund kauft das Album zwei Tage nach einem selbst: War das der eigene Einfluss oder schlicht schon vorher derselbe Geschmack?
  • Eine Studie mit Instant-Messaging-Daten von 27 Millionen Nutzern fand, dass Homophilie mehr als 50 Prozent dessen erklärt, was wie Ansteckung aussieht
Was passiert, wenn man für beides kontrolliert
  • Labor- und Feldexperimente mit über 14.000 Nutzern kontrollierten für Selbstselektion und Homophilie
  • Das Fazit war, dass der Dollarwert eines Facebook-Likes nahe null liegt
Die ehrliche Position
  • Wegen dieser Schwierigkeiten ist die Schätzung der Social-Media-Wirksamkeit noch immer ein offenes Forschungsfeld
  • Follower- und Like-Zahlen sind Ersatzgrößen und sollten als Ersatzgrößen berichtet werden und nicht als Renditen

10 · Social Media managen: trockene Wälder und schnelle Reaktionen

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Social Media ist ein zweischneidiges Schwert. Konsumenten können eine Marke fördern und eigene Inhalte verbreiten und damit Bekanntheit und Wohlwollen erzeugen. Sie können ebenso gut eine schlechte Erfahrung ausstrahlen, und wenn negative Mundpropaganda in einem Netzwerk einen Nerv trifft, breitet sie sich wie ein Lauffeuer aus und wird zur PR-Katastrophe. Selbst wenn 99 Prozent der Kunden zufrieden sind, kann ein einziger Kunde einen Albtraum erzeugen.

Den besten Rat, sagt der Text, geben die Leute, die Waldbrände bekämpfen, und er besteht aus zwei Regeln.

Regel eins: den Wald nicht trocken werden lassen Prävention
  • Man weiß nie, wo der Blitz einschlägt, also ist die einzige Verteidigung, dass es nichts Trockenes zum Brennen gibt
  • Wenn eine einzelne Beschwerde die Aufmerksamkeit von Tausenden oder Millionen bekommt, ist das das Signal eines trockenen Waldes, also eines echten zugrunde liegenden Problems mit dem Produkt oder der Leistung
  • Wir leben in einer transparenten Welt, und Unternehmen können sich vor Konsumenten nicht verstecken
  • Die Katastrophe zu vermeiden, bevor sie eintritt, ist eine Managementaufgabe und keine Kommunikationsaufgabe
Regel zwei: wenn es brennt, schnell handeln Reaktion
  • 42 Prozent der Kunden erwarten eine Antwort auf eine Social-Media-Beschwerde binnen einer Stunde
  • 80 Prozent erwarten eine Antwort binnen 24 Stunden
  • Fast 50 Prozent sagen, sie würden die Geschäftsbeziehung zu einem Unternehmen beenden, das nicht reagiert
  • Beschwerden beeinflussen 62 Prozent der Kunden negativ
Prävention ist eine Produkt- und Leistungsfrage. Reaktion ist eine Personalfrage, denn eine Erwartung von einer Stunde lässt sich nicht von einem Team erfüllen, das die Erwähnungen einmal am Tag liest.

Zwei Fälle zeigen beide Hälften. Nachdem die Gitarre eines Musikers auf einem Flug von United Airlines durch unsachgemäße Behandlung beschädigt worden war, schrieb er ein Lied darüber, das 2009 zum YouTube-Hit wurde und ernsthaft schlechte Presse erzeugte. Die Wirkung war stark genug, dass die Fluggesellschaft das Video heute in ihrem eigenen Mitarbeiterschulungsprogramm einsetzt, was die Lektion vom trockenen Wald ist, teuer gelernt. 2013 stellte ein Mitarbeiter von Taco Bell ein Foto von sich auf seine Facebook-Seite, auf dem er 30 Taco-Schalen ableckt, und die überregionalen Medien griffen es auf. Das Unternehmen reagierte schnell: Es stand zu seiner Hygienerichtlinie, entließ den Mitarbeiter und wies nach, dass die betreffenden Schalen nie an Kunden ausgegeben wurden. Das ist Regel zwei, sauber ausgeführt.

Organisatorisch folgen daraus zwei Dinge. Der Content braucht einen Chefredakteur, der Erstellung, Steuerung und Verbreitung verantwortet, wie schon in Abschnitt 3 gesagt. Und der Text schließt den Pflichtteil damit ab, dass er die Organisationsstruktur neben Konsumentenverhalten, Engagement und Messung als eines der Dinge nennt, die für das Digitale kreativ neu gedacht werden müssen.

11 · Mobile Technologie: was sich auf einem kleinen Bildschirm wirklich ändert

Abschnitt betitelt „11 · Mobile Technologie: was sich auf einem kleinen Bildschirm wirklich ändert“

Die mobile Nutzung ist weltweit seit dem Start des iPhone im Jahr 2007 dramatisch gewachsen, und in Schwellenmärkten wie Indien und Indonesien hat die Mehrheit der Menschen das Internet zum ersten Mal auf einem Telefon statt auf einem Computer erlebt. Ganze Geschäftsmodelle existieren heute nur wegen Mobile - Waze, Uber, Postmates, Grubhub, HotelTonight - und etablierte Unternehmen bauen ihre Seiten mit einer Mobile-First-Mentalität um. Die Frage, die der Text stellt, ist, ob Mobile einfach ein kleinerer Bildschirm ist oder ob es das Verhalten verändert. Die Antwort sind fünf Veränderungen.

1. Bildschirmgrößewie viel Menschen lesen werden
Kleine Bildschirme machen Menschen weniger geneigt, lange zu lesen, deshalb passt zu Mobile visuell reicher Content: Fotos, Karten, Videos und Spieledeshalb setzt Facebook im Newsfeed und auf Instagram eher auf Fotos und Video als auf Text
2. Standortdas Telefon weiß, wo du bist
Telefone liefern Standortdaten, die das Targeting schärfen: Ein Konsument im Umkreis von einer Meile, etwa 1,6 km, um ein Geschäft klickt mit 23 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit auf die Anzeige dieses Geschäftsnahezu jedes große Unternehmen nutzt heute Standortdaten für das Targeting
3. Preistransparenzder Laden ist kein geschlossener Raum mehr
Käufer können konkurrierende Preise und Bewertungen prüfen, während sie im Laden stehen, und daraus entstand das Showroomingdas Produkt im Laden erleben, den Preis bei Amazon prüfen, bei Amazon kaufen; US-Händler haben dadurch reale Ergebnisverluste erlitten
4. Apps statt Browsender größte strategische Bruch
90 Prozent der Smartphone-Zeit fließen in Apps statt ins Web, deshalb erreichen Display- und Suchanzeigen einen Smartphone-Nutzer nur in 10 Prozent der Zeitdas Desktop-Playbook lässt sich schlicht nicht übertragen, und die Mobile-Strategie muss sich verschieben
5. Das Telefon ist persönlichdeshalb wirken Anzeigen wie ein Eindringen
Im Dezember 2016 liefen weltweit auf 600 Millionen Geräten Werbeblocker, 62 Prozent davon mobil, mit einer um 30 Prozent gestiegenen Blockierrate binnen eines JahresKonsumenten werden immer besser darin, Werbung auszuweichen, egal wie gut die Geschichte ist

Zwei Antworten auf diesen letzten Punkt werden genannt. Die Marketingchefin von Mastercard plädiert für einen Wechsel vom Storytelling zum Story Making mit Konsumenten, das heißt der Konsument macht mit, statt zuzuschauen. Google plädiert für momentbasiertes Marketing: auf den richtigen Moment warten und dann die richtige Botschaft senden. Google ordnet diese Micro Moments in vier Absichten.

Ich will es wissenIch will hingehenIch will es tunIch will es kaufen

Die Beispiele sind konkret: Wer an einem Freitagabend eine Fahrt bucht, für den werden Restaurant- oder Kinoanzeigen in genau diesem Augenblick relevant; wer mittags auf der Autobahn fährt, ist im richtigen Moment für eine Kartenapp, die ein nahes Restaurant anzeigt. Red Roof Inn hat mit derselben Logik Flugausfälle in Hotelbuchungen verwandelt.

Das App-Problem und das Problem mit den mobilen Kennzahlen. Die weltweiten Ausgaben für mobile Werbung sollten von 231 Milliarden Dollar 2019 auf 396 Milliarden Dollar 2023 wachsen, und trotzdem lässt sich das mobile Playbook nicht vom Desktop kopieren. In-App- und Banneranzeigen werden häufig als aufdringlich und irrelevant empfunden. Schlimmer noch, der Standardmaßstab führt in die Irre: Mobile Anzeigen an der Klickrate zu messen, kann wegen des Fat-Finger-Phänomens falsch sein, also wegen der ungewollten oder ungenauen Berührungen, die Touchscreens erzeugen. Und eine App auf ein Telefon zu bekommen ist schwer, denn ein typischer Smartphone-Nutzer trägt etwa 40 bis 50 Apps mit sich und nutzt davon nur 10 bis 15 regelmäßig. Niemand hat einen Grund, für eine Cola oder ein Stück Seife eine App herunterzuladen.

Der Pflichttext schließt mit einer Warnung, die man leicht überliest und behalten sollte: Die digitale Landschaft bewegt sich so schnell, dass Best Practices, die nur ein Jahr alt sind, bereits überholt sein können, weshalb die haltbaren Fähigkeiten kreatives Denken über das zugrunde liegende Konsumentenverhalten, über das Erreichen und Einbinden von Konsumenten, über Messung und über Organisationsstruktur sind.

Der ergänzende Text definiert beide Begriffe knapp. Big Data bedeutet große Mengen vielfältiger Daten, die mit hoher Geschwindigkeit eintreffen, die sogenannten 3Vs. Data Science ist der analytische Prozess, diese Informationen zu erkunden und zu modellieren, um Marketingentscheidungen zu unterstützen. Zwei Beispiele sind im Text schon früher aufgetaucht: die Analyse des Surfverhaltens, um eine Website an den kognitiven Stil eines Besuchers anzupassen, und die Nutzung von Social Media, um ein Bild des Multiscreen-Medienkonsums zu bauen.

Es gibt zwei Herausforderungen, bevor irgendein Nutzen ankommt.

Herausforderung eins: die richtigen Daten und die richtige Technik
  • Egal wie groß sie sind, die falschen Daten verzerren die Antwort. Eine große Befragung von Xbox-Nutzern erzeugte eine untypische Prognose der Stimmen bei einer US-Präsidentschaftswahl; sobald für die Demografie kontrolliert wurde, verschwand die Verzerrung und die Prognose passte zu anderen Umfragen
  • Big Data kann nicht das gesamte Konsumentenverhalten erklären
  • Manche Fragen brauchen Datenvisualisierung und explorative Analyse, andere brauchen statistische Modelle oder Machine Learning
  • Manche Fragen lassen sich über Korrelation klären, andere brauchen ein Kausalmodell oder ein Experiment
  • Das richtige Werkzeug zu wählen braucht Expertise, und diese Expertise ist knapp
Herausforderung zwei: es ist ein organisatorisches Problem
  • Die IT muss die Daten entgegennehmen und sauber im Data Warehouse ablegen
  • Die Personalabteilung muss die Talente einstellen, die Erkenntnisse herausziehen können, und eine Struktur bauen, in der Befunde tatsächlich zirkulieren
  • Marketing und Operations müssen die Erkenntnis in Umsatz oder in Kosteneinsparungen verwandeln
  • Deshalb haben viele Unternehmen einen Chief Information Officer, der an den Chief Marketing Officer berichtet oder eng mit ihm zusammenarbeitet
Keine der beiden Herausforderungen dreht sich um die Größe des Datensatzes. Die eine ist ein Methodenproblem, die andere ein Organigrammproblem, und genau deshalb scheitern Big-Data-Projekte meist aus nicht-technischen Gründen.

Sind beide gelöst, sind die Erträge groß, und die Beispiele sind nach Funktionen gruppiert.

FunktionBeispiel und Ergebnis
PricingMacy’s nutzt Echtzeit-Nachfragedaten, um 73 Millionen Online-Produkte stündlich zu bepreisen
PricingFICO erkundet alternative Daten wie Social Media, um Kreditrisiken zu bepreisen, vor allem in Entwicklungsländern, in denen die traditionellen Eingangsgrößen des Credit Scoring nicht existieren
PricingUber nutzt Surge Pricing, das sich dynamisch an geografisch bestimmtes Angebot und Nachfrage anpasst
PricingAirbnb hat ein Prognosemodell auf Basis von Objekt- und Nachbarschaftsinformationen gebaut, das Gastgebern Mietpreise vorschlägt
PromotionPantene variierte sein Targeting nach dem Wettermuster der Postleitzahlgebiete und passte das beworbene Produkt an feuchte oder trockene Bedingungen an, und der Umsatz stieg um 28 Prozent
OperationsUPS optimiert die Routen der Fahrer und spart damit 100 Millionen gefahrene Meilen pro Jahr, senkt den Kraftstoffverbrauch um 10 Millionen Gallonen und den Kohlendioxidausstoß um etwa 100.000 Tonnen
OperationsGeneral Electric könnte mit Sensoren an Triebwerken und Windturbinen über mehrere Branchen hinweg Einsparungen in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar erzeugen
TalentKnack.it bietet Konsumenten Spiele an, deren Entscheidungen im Spiel Daten für ein Verhaltensmatching mit Arbeitgebern erzeugen, und es hat bei einem Unternehmen zutreffend vorhergesagt, welche Mitarbeiter die besten Innovationsideen hervorbringen würden

Der Schluss ist ein Management- und kein technischer Schluss: Big Data und Data Science können die Entscheidungsfindung verwandeln, aber nur, wenn mehrere Geschäftsbereiche zusammenarbeiten, um die richtige Analyse auf die richtigen Daten anzuwenden.

Personalisierung funktioniert nachweislich, und der Text gibt drei Belege dafür.

Website an den kognitiven Stil des Besuchers anpassen
purchase intent up by almost 20 percent
Anzeigen, die die Person direkt ansprechen
almost double the CTR of ads targeted only on demographics and interest
Retargeting-Anzeigen in der richtigen Kaufphase
higher CTR than the same ads shown at the wrong stage

Targeting im Direktmarketing ist ein altes Werkzeug. Was das Digitale hinzufügt, sind zwei Dinge: Es bezieht weit detailliertere Daten ein, und es automatisiert die Personalisierung auf Maschinenebene, auf dem Server oder auf dem Smartphone selbst. Diese Kombination legt sehr viel Macht in die Hände eines Marketers, und genau dort beginnt das Datenschutzproblem.

Die Haltung der Konsumenten ist wirklich gespalten. 61 Prozent der amerikanischen und 48 Prozent der britischen Konsumenten sagen, sie seien bereit, persönliche Daten zu teilen, wenn sie dafür personalisierte Marketingkommunikation bekommen, und generell fühlen sich Menschen wohl damit, mit Marken und Unternehmen zu teilen, denen sie vertrauen. Gleichzeitig sorgen sie sich zunehmend darum, dass ihre Informationen kompromittiert werden, wiederkehrende Datendiebstähle beschädigen auch die vertrauenswürdigen Marken, und mangelnde Transparenz sowie häufig geänderte oder wieder zurückgenommene Datenschutzrichtlinien nähren den Zweifel. Auf der regulatorischen Seite merkt der Text lediglich an, dass einige Länder, besonders in Europa, strengere Regeln als die Vereinigten Staaten für das Erheben und Verwenden privater Informationen setzen; ein konkretes Gesetz nennt er nicht.

Es gibt noch eine Wendung. Konsumenten beginnen zu fragen, warum Drittanbieter und Marktforschungsunternehmen daran verdienen sollten, Daten über sie zu verkaufen, ohne etwas davon zurückzugeben. Eine neue Gruppe von Unternehmen wie Streamr und UBDI bietet Plattformen an, auf denen Menschen ihre eigenen persönlichen Daten verkaufen können. Ein Start-up-Mitgründer schätzt, dass die Daten einer Einzelperson fast 2.000 Dollar im Jahr wert sein könnten, andere Schätzungen liegen allerdings deutlich niedriger.

Das Vorhaben. Ein kleines Hardware-Start-up, das einen kompakten Innenraumsensor für Luftqualität an Schulen und kleine Büros verkauft, mit einem Dashboard im Abo. Es hat fast kein Budget, also muss Inbound die Spitze des Funnels tragen.

Der Content-Plan. Vier Inhalte, jeder auf eine bestimmte Suchabsicht statt auf das Produkt gerichtet, jeder speist eine Landing Page, jeder mit einer einzigen Konversionskennzahl.

InhaltSuchabsicht, auf die er zieltLanding Page, die er speistKonversionskennzahl
Leitfaden: was CO2-Werte in einem Klassenzimmer wirklich bedeutenWissen: jemand tippt eine Frage zu sicheren Kohlendioxidwerten in InnenräumenSeite zur Klassenraumüberwachung mit einer Demo-Anfrage aus zwei FeldernDemo-Anfragen je 100 Besucher
Checkliste: wie man ein Büro lüftet, ohne die Straße zu heizenTun: ein Facility Manager, der diese Woche ein Problem lösen willHerunterladbare Checkliste hinter einem E-Mail-FeldE-Mail-Adressen je 100 Besucher
Vergleich: die vier Wege, Innenraumluftqualität zu messenKaufen: jemand im Evaluierungsmodus vergleicht AnsätzeProduktdatenblattseite mit PreisenWarenkorb- oder Angebotsanfragen je 100 Besucher
Fallbericht: eine Schule, ein Halbjahr, das gemessene ErgebnisKaufen und vertrauen: ein Käufer, der vor der Zusage eine Referenz brauchtBuchungsseite für ein fünfzehnminütiges GesprächGebuchte Gespräche je 100 Besucher

Man beachte, dass nur die letzten beiden das Produkt überhaupt erwähnen. Die ersten beiden existieren, um das erste Content-Ziel des Textes zu erfüllen, nämlich eine echte Frage zu beantworten, unabhängig von einem sofortigen Verkauf, und um die Links zu verdienen, die Autorität für die Seiten aufbauen, die tatsächlich verkaufen.

Organisch gegen bezahlt, nebeneinander. Man nehme ein Besucherziel für die Seite und vergleiche, sie zu kaufen, mit ihnen zu verdienen. Diese Zahlen sind meine eigene Illustration und stammen nicht aus dem Text.

Bezahlte SucheOrganischer Content
Einmalige Aufbaukosten02.400 (vier Inhalte zu je 600)
Monatliche Kosten1.200 (1.000 Klicks zu 1,20)0 nach dem Aufbau
Besucher in Jahr 112.000etwa 3.300, ansteigend von null auf rund 700 im Monat
Kosten je Besucher, Jahr 11,20etwa 0,73
Besucher in Jahr 2 bei null weiteren Ausgaben0etwa 8.400, wenn das Ranking lediglich hält
Kosten je Besucher über beide Jahre1,20etwa 0,21
Bezahlter Traffic
visitors = monthly spend / CPC, and it goes to zero the month you stop paying
Organischer Traffic
cost per visitor = one-off build cost / cumulative visitors, which falls every month the page keeps ranking

Das ist das gesamte Argument für Inbound in einer Tabelle. Bezahlt ist gemietete Reichweite: vorhersehbar, sofort verfügbar, und sie verschwindet in dem Moment, in dem die Karte abgelehnt wird. Organisch ist ein Vermögenswert: langsam, am Anfang unsicher, und danach zahlt er weiter. Das vernünftige Vorhaben schaltet bezahlte Anzeigen, um zu lernen, welche Keywords und Botschaften konvertieren, und gibt dieses Wissen dann für Content aus, der auf dieselben Absichten zielt.

  1. Schreibe die drei Inbound-Fragen für dein eigenes Vorhaben auf und geh nicht weiter, bevor jede eine echte Antwort hat: Wie finden mich meine Kunden heute, welcher Content würde ihnen wirklich helfen, und was muss meine Landing Page leisten, um sie zu konvertieren.

  2. Liste die tatsächlichen Suchphrasen auf, die dein Käufer eintippen würde. Nicht deine Produktkategorie, sondern die Worte, die ein Mensch benutzt, wenn er noch ein Problem und keine Lösung im Kopf hat. Das ist der Antizipationsschritt, der die Relevanz treibt.

  3. Bring zuerst die Relevanz in Ordnung, denn die kontrollierst du. Seitentitel, Seiteninhalt und Meta-Tags auf jeder Seite, die zählt. Das ist billig, schnell und der einzige Ranking-Faktor, den du einseitig verändern kannst.

  4. Plane Autorität als langsame Kampagne, nicht als Aufgabe. Entscheide, was du veröffentlichen könntest, worauf eine andere Organisation freiwillig verlinken würde, und denk an den Maßstab des Textes: originell, vertrauenswürdig, interessant und der Markenreputation zuträglich.

  5. Benenne deinen Chefredakteur. Wenn du dich wie ein Verlag verhalten willst, verantwortet eine Person Erstellung, Steuerung und Verbreitung des Contents, sonst passiert es nicht.

  6. Baue eine Landing Page je Absicht und teste per A/B-Test immer nur eine Variable. Teste Formulierung, Button, Bild, Farbe, Layout und Ladezeit, aber ändere pro Test genau eine Sache, sonst weißt du nicht, was gewirkt hat.

  7. Höre zu, bevor du postest. Finde heraus, wo deine Kunden das Problem ohnehin schon diskutieren, betreibe Sentiment-Analyse und Text Mining, wenn du kannst, und prüfe damit deine angenommenen Markenassoziationen und die unerfüllten Bedürfnisse.

  8. Wähle einen Teilnahmezug, den du durchhalten kannst. Eine Ideenplattform, eine moderierte Community oder schlicht schnelle und gute Antworten in der Öffentlichkeit. Durchhaltbar schlägt clever.

  9. Plane Verstärkung als Big Seed, nicht als Lotterielos. Nimm an, dass der Multiplikator zwei bis drei ist und nicht exponentiell, und stecke das Budget darein, viele gewöhnliche Teilende zu erreichen, statt einen teuren Prominenten, es sei denn, du kannst zeigen, dass das Engagement den CPM-Aufschlag rechtfertigt.

  10. Setze deine Messung ehrlich auf. Berichte Follower, Shares und Likes als Ersatzgrößen, sag dazu, dass Selbstselektion und Homophilie sie aufblähen, und wähle ein Verhaltensergebnis wie Demo-Anfragen, das du vor einem Investor verteidigen würdest.

  11. Mach ein Trockenwald-Audit und einen Reaktionsplan. Welche echte Produkt- oder Leistungsschwäche könnte Feuer fangen, und wer antwortet binnen einer Stunde, in welchem Ton, mit welcher Vollmacht, Dinge zu reparieren.

  12. Teste alles zuerst auf einem Telefon und dann auf dem Desktop. Geh von visuell reichem Content aus, geh von kurzer Aufmerksamkeit aus, kläre, ob du überhaupt eine App brauchst, und wenn ja, benenne den einzigartigen Wert, der den Download rechtfertigt.

  13. Schreibe dein Datenversprechen, bevor du die Daten erhebst. Was du erhebst, wofür du es verwendest, was du nie tust, und wo die Personalisierung aufhört, hilfreich zu wirken, und anfängt, sich aufdringlich anzufühlen.

BegriffWas er in einfachen Worten bedeutet
Inbound MarketingDas Unternehmen auffindbar machen, sodass Kunden zu ihm kommen, statt ihnen Anzeigen entgegenzuschieben; der Magnet statt der Nadel im Heuhaufen
Search Engine Optimization (SEO)Die Arbeit, eine Website in der organischen Trefferliste höher ranken zu lassen, ohne der Suchmaschine etwas zu zahlen
IndexierungDie Suchmaschine katalogisiert Seiten im Web wie ein Bibliothekskatalog, damit sie später abrufbar sind
RelevanzWie genau die Suchmaschine eine Anfrage einer Seite zuordnen kann, auf Basis von Seitentitel, Seiteninhalt und Meta-Tags
AutoritätDas Maß der Suchmaschine für die Wichtigkeit einer Seite, auf Basis davon, wie viele andere Seiten auf sie verlinken und wie wichtig diese Seiten sind
PageRankDer proprietäre Algorithmus, der Autorität bewertet, aufgebaut auf der wissenschaftlichen Idee, dass eine Zitation aus einer viel zitierten Quelle mehr zählt
Meta-TagsCodezeilen im Head-Bereich einer Seite, die Zusatzinformationen über die Struktur der Seite tragen
Landing PageDie Seite, auf die ein angeklickter Link den Besucher führt und deren einzige Aufgabe es ist, diesen Besucher in einen Kunden zu verwandeln
A/B-TestEin Experiment, das genau eine Variable ändert, meist Anzeigentext oder Text bzw. Design einer Landing Page, um zu sehen, welche Version besser abschneidet
Earned MediaDie Reichweite, die entsteht, wenn Kunden, Presse und Öffentlichkeit den eigenen Content teilen oder über einen sprechen, bewertet als das Geld, das man hätte ausgeben müssen, um ebenso viele Menschen zu erreichen
HomophilieMenschen mit ähnlichen Vorlieben gruppieren sich zusammen, deshalb kann das, was wie der Einfluss eines Freundes aussieht, schlicht geteilter Geschmack sein
SelbstselektionDie Menschen, die eine Marke liken oder ihr folgen, waren ohnehin schon ihre stärksten Käufer, deshalb schmeichelt der Vergleich dem Kanal
Big-Seed-StrategieVerstärken, indem man die Botschaft bei einer großen Zahl gewöhnlicher Nutzer aussät statt bei wenigen teuren Influencern
Verstärkung gegenüber ViralitätEchter sozialer Content vervielfacht sich typischerweise nur zwei- bis dreifach; echte virale Verbreitung, bei der jeder Teilende mehr als einen neuen Teilenden erzeugt, ist selten
ShowroomingEin Produkt im Laden begutachten, den Preis auf dem Telefon prüfen und es dann anderswo online kaufen
Micro MomentsGoogles vier absichtsstarke Momente, in denen jemand zum Gerät greift: Ich will es wissen, ich will hingehen, ich will es tun, ich will es kaufen
Fat-Finger-PhänomenUngewollte oder ungenaue Berührungen auf Touchscreens, die die Klickrate zu einer unzuverlässigen mobilen Kennzahl machen
Big Data und Data ScienceGroße Mengen vielfältiger Daten, die mit hoher Geschwindigkeit eintreffen, die 3Vs, und der analytische Prozess, sie zu erkunden und zu modellieren, um Entscheidungen zu unterstützen
  1. Erkläre, was Inbound Marketing ist, nenne die zwei Kräfte, die es dem Text zufolge wichtiger machen, und gib die Belegzahlen für beide an.
  2. Was sind die zwei Dinge, die eine Suchmaschine tut, und auf welchen zwei Faktoren beruht das Ranking? Sage für jeden Faktor, was du dagegen tun kannst.
  3. Nenne die zwei Ziele der Content-Erstellung und sage, welchem Ranking-Faktor jedes dient. Nenne zwei Beispiele aus dem Text.
  4. Was ist der Unterschied zwischen Viralität und Verstärkung, und was folgt aus diesem Unterschied dafür, wie ein kleines Vorhaben sein Social-Budget ausgeben sollte?
  5. Ein Berater sagt dir, ein Facebook-Fan sei 174 Dollar wert. Nenne die zwei Gründe, aus denen man dieser Zahl dem Text zufolge nicht trauen kann, und sage, was eine kontrollierte Studie stattdessen gefunden hat.
  6. Nenne die fünf Arten, in denen sich Mobile vom Desktop unterscheidet, jeweils mit einer Zahl, wo der Text eine angibt.

Weiter: Pricing: Die Grundlagen → - was ein Preis eigentlich leisten muss.