Setting: Großes FMCG-Unternehmen mit einem Netzwerk von Einzelhändlern in ganz Indien
Problem: Leiter der Bedarfsplanung ist mit der Prognosegenauigkeit unzufrieden. Die Lücke zwischen tatsächlicher und prognostizierter Nachfrage führt entweder zu Überbeständen ODER zu entgangenen Umsätzen.
Auslöser: Manager nahm an einem KI-ML-Training teil → verstand, dass KI-ML notwendig ist, da sich Nachfragemuster schnell ändern
Ziel: Entwicklung eines besseren Modells zur Nachfrageprognose, um die Lücke zwischen tatsächlicher und prognostizierter Nachfrage zu verkleinern → geringere Lagerkosten + weniger entgangene Umsätze
Gewähltes Modell: Regressionsbaum (Entscheidungsbaum mit kontinuierlichem Output) — prognostiziert die BESTELLMENGE für jeden Einzelhändler
Regressionsbaum vs. Klassifikationsbaum — Hauptunterschied
Vom Modell ausgewählte Variablen: Größe des Geschäfts | Aktionsangebot | Alter des Geschäfts → Modell ignorierte Region, Kredit, Standort, Feiertage als weniger differenzierend
Alle 7 Knoten — Bedingungen, prognostizierte Nachfrage (Mittelwert), Support
Basiswert: einfacher Durchschnitt aller Bestellungen.
Nach Split 1 (Knoten 1)
Geschäftsgröße ≤ 30.5K sq ft
1902 (↓ von 2270)
Hinzufügen von Größeninfos verfeinert Prognose für kleine Geschäfte.
Nach Split 1 (Knoten 2)
Geschäftsgröße > 30.5K sq ft
4829 (↑ von 2270)
Große Geschäfte bestellen viel mehr. Prognose springt auf 4829.
Nach Split 2 (Knoten 4)
Größe ≤ 30.5K + Aktion = 1
2360 (Aktionseffekt: +458)
Gleiches kleines Geschäft, aber mit Aktion → Nachfrage steigt.
Nach Split 2 (Knoten 6)
Größe > 30.5K + Alter > 17.5 J.
8227 (alt + groß = am höchsten)
Großes UND altes Geschäft = höchste prognostizierte Nachfrage.
Kernlogik: Mehr relevante Informationen über einen Einzelhändler → verfeinerte Gruppe, in die er fällt → Mittelwert dieser Gruppe liegt näher an seiner tatsächlichen Nachfrage.
Ja: Knoten mit zusätzlichen Merkmalen weiter aufteilen → geringerer Mean Squared Error innerhalb jedes Blattes → Vorhersagen rücken näher an die tatsächliche Nachfrage heran.
Nachteil: Tieferer Baum = bessere Trainingsgenauigkeit, ABER höheres Risiko für Overfitting. Es gelten die gleichen Stoppkriterien wie beim Klassifikationsbaum (Max. Tiefe, Min. Beobachtungen, Min. Varianzreduktion).