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Woche 9 | Session 2: K-means Clustering — Algorithmus, WCSS & Elbow-Methode

Kurs: Supply Chain Digitalisierung — Modul 3: Analytics im SCM



K-means Clustering Konzepte

Angenommen, K steht bereits fest (z.B. K = 3 bedeutet, wir wollen 3 DCs).

  1. Zufällige Auswahl von K initialen Zentroiden: Wählen Sie K beliebige Punkte als Startpositionen.
  2. Berechnung der euklidischen Distanz: Von jedem Punkt zu jedem Zentroid. Jeder Kunde erhält K Distanzwerte.
  3. Zuweisung jedes Datenpunkts zum nächstgelegenen Zentroid: Cluster bilden.
  4. Neuberechnung des Zentroids für jeden Cluster: Neuer Zentroid = Durchschnitt aller aktuell in diesem Cluster befindlichen Punkte.
  5. Schritte 3 & 4 wiederholen bis zur Konvergenz: Konvergenz = Zentroide bewegen sich nicht mehr UND kein Datenpunkt wechselt seinen Cluster.

Distanz vom Kunden (xi, yi) zum Zentroid k (μk, ηk): d(i → k) = √ [ (xi − μk)² + (yi − ηk)² ]

Nach der Clusterbildung wird jeder Zentroid als Mittelwert seiner Mitglieder neu berechnet: Neuer Zentroid = ( Σxi / n , Σyi / n ) (x-Koordinate = Durchschnitt aller xi im Cluster; y-Koordinate = Durchschnitt aller yi im Cluster)


3. Fehlerquadratsumme innerhalb von Clustern (WCSS)

Abschnitt betitelt „3. Fehlerquadratsumme innerhalb von Clustern (WCSS)“

WCSS (Within-Cluster Sum of Squares) = Summe der quadrierten Distanzen von jedem Punkt zu seinem Cluster-Zentroid.

  • Misst, wie kompakt / eng die Cluster sind.
  • Niedrigerer WCSS = Kunden sind näher an ihrem DC = bessere Reaktionsfähigkeit.

Wenn K steigt, sinkt der WCSS immer — mehr Cluster bedeuten engere Gruppierungen.

  • K = 1: Alle 811 in einem Cluster → WCSS ist maximal.
  • K = 811: Jeder Kunde ist sein eigener Cluster → WCSS = 0 (nicht machbar).

Kein Extrem ist praktisch → den optimalen Mittelweg findet man mit der Elbow-Methode.


Tragen Sie den WCSS (y-Achse) gegen K (x-Achse) auf. Die Kurve fällt anfangs steil ab und flacht dann ab. Der Knick = Elbow (Ellenbogen). Das K am Ellenbogen = optimale Anzahl von DCs (beste Balance aus Reaktionsfähigkeit vs. Kosten). Nach dem Ellenbogen: Mehr DCs bringen nur noch wenig Nutzen beim WCSS, erhöhen aber die Kosten erheblich.

  • 1 → 2 Cluster: großer Gewinn
  • 2 → 3 Cluster: großer Gewinn
  • 3 → 4 Cluster: signifikanter Gewinn
  • 4 → 5 Cluster: kleiner Gewinn
  • 5 → 6+: sehr marginale Reduktion Elbow bei K = 4 → optimale Anzahl an DCs = 4

(K = 5 ist akzeptabel, wenn das Budget es zulässt, aber die endgültige Entscheidung hängt von strategischen Zielen ab)


5. K-means Output → Input für Optimierungsmodell

Abschnitt betitelt „5. K-means Output → Input für Optimierungsmodell“

K-means liefert Cluster-Zentroide (vorgeschlagene DC-Koordinaten) und Kunden-DC-Zuweisung. Diese fließen dann in ein vollständiges Optimierungsmodell ein, um die Lösung weiter zu verfeinern.

PhaseDetail
K-means OutputCluster-Zentroide (vorgeschlagene DC-Standorte), Kunden-zu-DC-Zuweisung
Wird als Input genutzt für…Optimierungsmodell (LP / CPLP)
Optimierung fügt hinzu…Kapazitätsbeschränkungen, Nachfragebeschränkungen, Transportkosten, Tourenplanung
Finaler OutputExakte DC-Standorte, welches DC welche Kunden bedient, Tourenplan

  • K-means Algorithmus: 5 Schritte — zufällige Zentroide → Distanz berechnen → zuweisen → Zentroid neu berechnen → wiederholen bis Konvergenz.
  • Euklidische Distanz: d = √[(xi−μk)² + (yi−ηk)²]
  • Zentroid-Formel: (Σxi/n, Σyi/n)
  • WCSS: Σ quadrierte Distanzen von jedem Punkt zu seinem Zentroid. Niedriger = engere Cluster.
  • Elbow-Methode: WCSS vs K auftragen, Knick finden. K am Elbow ist optimale Anzahl an DCs.
  • Fallstudien-Ergebnis: Elbow bei K = 4. K-means Outputs dienen als Input für LP-Optimierungsmodell zur finalen Verfeinerung.