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Durchführung 6 - Ein Projekt abschließen

Google Project Management Certificate · Kurs 4: Projektdurchführung - Das Projekt steuern


Projekte enden selten mit einem Paukenschlag. Sie laufen aus: Das letzte Deliverable geht raus, die Leute driften zur nächsten Sache ab, und das Projekt ist fertig, ohne jemals abgeschlossen worden zu sein. In diesem Modul geht es um den Unterschied - und um die überraschend teure Lücke zwischen beidem.

Das Leitbild ist ein Restaurant. Das Essen zu bestellen und zu essen bedeutet nicht, dass der Abend vorbei ist - du musst noch die Rechnung bezahlen, bevor du hinausgehst. Bei Projekten ist es genauso. Ein Projekt, das alles Versprochene produziert hat, kann trotzdem nicht unterschriebene Verträge hinterlassen, unbezahlte Rechnungen von Dienstleistern, Stakeholder zurücklassen, die glauben, sie könnten noch Änderungen bestellen, und Auftragnehmer, die still und leise Stunden gegen ein Budget buchen, das niemand mehr beobachtet.

Der Abschluss ist also eine eigene Phase, mit eigenen Kriterien, einem eigenen Prozess, einer eigenen Präsentation für die Stakeholder, einem eigenen Ritual für das Team und einem eigenen Dokument. Dieses Modul geht alle fünf durch und endet mit dem Artefakt, das ein Projektmanager für den nächsten Projektmanager schreibt: den Abschlussbericht.


Ein Projekt fertigzustellen und ein Projekt abzuschließen sind zwei verschiedene Ereignisse. Drei Kriterien müssen erfüllt sein, bevor ein Projekt wirklich abgeschlossen ist.

1. Sicherstellen, dass alle Arbeit erledigt istdoppelt und dreifach prüfen, dass nichts übersehen wurde
2. Sicherstellen, dass die vereinbarten Projektmanagement-Prozesse durchgeführt wurdendie administrative und prozedurale Arbeit, nicht nur die Aufgaben
3. Formelle Anerkennung durch die zentralen Stakeholder einholeneine schriftliche Bestätigung, dass das Projekt beendet ist
Alle drei, in dieser Reihenfolge. Fehlt eines davon, bleibt das Projekt halb offen.

Mitten im Projekt werden Prioritäten neu gesetzt, und eine neu priorisierte Aufgabe ist eine Aufgabe, die still von der Liste fallen kann. Bei Projekt Plant Pals war das User Acceptance Testing abgeschlossen und alles sah nach Feierabend aus. Monate später suchte eine Kundin auf der Website von Office Green nach Allergie-Informationen zu den Pflanzen und fand nichts - die Erstellung dieser Allergie-Dokumentation war übersehen worden. Eine Überprüfung vor dem Abschluss hätte das aufgedeckt, statt das Team zu zwingen, ein abgeschlossenes Projekt wieder zu öffnen.

Sicherstellen, dass die vereinbarten Prozesse durchgeführt wurden

Abschnitt betitelt „Sicherstellen, dass die vereinbarten Prozesse durchgeführt wurden“

Wenn eine Aufgabe selbst erledigt ist, vergisst man den Papierkram, der ihr folgt, sehr leicht. Das klassische Beispiel sind Verträge: Monate nach dem Launch schaust du dir die Vereinbarung mit dem Pflanzenlieferanten noch einmal an und stellst fest, dass keine der beiden Parteien sie jemals unterschrieben hat. Damit stehen beide Seiten rechtlich ungeschützt da, lange nachdem der Service live gegangen ist.

Ohne eine formelle Freigabe, dass das Projekt beendet ist, werden manche Stakeholder es weiterhin als aktiv behandeln und weiter Anpassungen anfragen - und das landet bei deinem Team. Wenn die beauftragten Webentwickler von Office Green glauben, das Projekt laufe noch, widmen sie ihm womöglich weiterhin Zeit und stellen Stunden in Rechnung. Das ist Geld, das das Unternehmen für ein Projekt ausgibt, das es gar nicht mehr gibt.


Warum der Abschluss zählt, und die zwei Projekte, die man vermeiden will

Abschnitt betitelt „Warum der Abschluss zählt, und die zwei Projekte, die man vermeiden will“

Der Abschluss existiert aus demselben Grund wie Initiierung, Planung, Durchführung und Überwachung: Er erfüllt einen Zweck, den keine andere Phase erfüllt. Hier ist dieser Zweck sicherzustellen, dass nichts durchgerutscht ist. Ein nicht abgeschlossenes Projekt beschädigt den Einsatz, die Zeit und die Glaubwürdigkeit des Teams, und es kann dich für unvollständige Verträge, unvollständigen Scope oder nicht regelkonforme Praktiken in die Haftung bringen.

Zwei Fehlermuster verdienen einen Namen, denn genau das wird aus einem nicht abgeschlossenen Projekt.

MusterWas es istTypische UrsachenDas Gegenmittel
Das nie endende ProjektDeliverables und Aufgaben lassen sich schlicht nicht fertigstellen, also erreicht das Projekt nie ein EndeAufgaben an Menschen vergeben, denen die Fähigkeiten dafür fehlen; Fristen nicht sauber kommuniziert; ein UAT, das zu viele Bugs zutage fördert, die den Launch gar nicht blockieren; eine Kundschaft, die unzufrieden bleibt, obwohl ihre Anforderungen erfüllt wurdenSchütze den Scope entschieden. Will die Kundschaft erkennbar mehr, als dieses Projekt jemals liefern sollte, verpflichte dich auf ein Folgeprojekt und schließe das aktuelle ab
Das verwaiste ProjektDie Übergabe der Deliverables ist unzureichend, also erreicht das finale Deliverable die Kundschaft nieEs gibt keinen Übergabeplan für die Deliverables am EndePlane die Übergabe beziehungsweise den Übergang ausdrücklich, damit die Kundschaft tatsächlich bekommt, was gebaut wurde. Ein Produkt zu bauen, das man anschließend nicht vermarkten oder verkaufen kann, ergibt keinen Sinn

Ein kleiner Spielzeughersteller entwickelte eine interaktive Spardose, die spricht und Lieder spielt, um Kindern Zahlenerkennung, Zählen und Addition beizubringen. Das Projekt lief reibungslos und wurde nie ordentlich abgeschlossen. Drei Versäumnisse, eines je Abschlusskriterium.

VersäumnisWas passiert istAuswirkung auf die Organisation
Nicht alle Arbeit war erledigtDie fertige Spielzeugverpackung kam vom Verpackungsdienstleister ohne den Sicherheitshinweis zu Kleinteilen und Kindern unter drei Jahren. Die Gestaltung des Hinweises stand im ursprünglichen Statement of Work, wurde aber nie erledigtKeine Verpackung war verwendbar. Neue Kartons mussten mit erheblichen Kosten produziert werden, der ursprüngliche Launch-Termin platzte, und das Spielzeug erreichte den Handel nicht vor der Weihnachtssaison - entgangener Umsatz plus verlängerter Zeitplan und zusätzliche Ressourcen
Ein vereinbarter Prozess wurde nicht durchgeführtDie Kundschaft verlangte, dass jeder Auftragnehmer eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschreibt. Ein beauftragter Bildungsexperte erhielt sie nie und postete Monate vor dem Launch in sozialen Medien über das SpielzeugEin Vertragsbruch zwischen Tilly’s Toys und ihrer Kundschaft, dazu erhebliches rechtliches Risiko
Keine formelle Anerkennung, dass das Projekt beendet warDer Projektmanager nahm an, das Team sei fertig, und gab es für andere Projekte frei. Die Kundschaft schickte daraufhin eine Liste weiterer DesignänderungenZu spät, um sie umzusetzen. Die Kundschaft war unzufrieden und sagte, sie werde beim nächsten Mal vielleicht einen anderen Hersteller beauftragen
Verpasste Launch-TermineRechtliches RisikoErheblicher finanzieller VerlustBeschädigte Team- und persönliche GlaubwürdigkeitBelastete Kundenbeziehung

Stakeholder setzen die Ziele und den Scope meist gemeinsam mit dem Projektmanager, deshalb will ein guter PM sie nicht nur mit dem Endprodukt zufrieden sehen, sondern auch mit der Art der Übergabe. Lose Enden beschädigen die Beziehung zu Kundschaft, Nutzenden und Dienstleistern, und eine beschädigte Beziehung beschädigt die Glaubwürdigkeit des Teams.

Die erste Entscheidung ist, wie viele Abschlüsse dieses Projekt braucht.

Kleiner Abschluss an jedem Milestone
→
Formelle, umfassende Phase am Ende
→
Oder beides
Der Test für einen Meilensteinabschluss: Ist dieser Milestone endgültig, muss er also später im Projekt nicht noch einmal angefasst werden?

Der Website-Launch von Plant Pals ist das Beispiel. Die Seite zu launchen ist ein offizieller Milestone und ein einmaliges Ereignis - es wird laufende Updates und Wartung geben, aber gelauncht wird sie nie wieder - deshalb ergibt ein kurzer formeller Abschluss Sinn. Das heißt: Deliverables übergeben, die passende Dokumentation zusammenstellen und allen Stakeholdern mitteilen, dass dieser Teil des Projekts nun geschlossen ist.

  1. Bestätige, dass die Phase die strategischen Ziele erfüllt hat, die sie erfüllen sollte. Geh zurück in die vorhandene Dokumentation - Statement of Work, Request for Proposal, Risikoregister, RACI-Matrix - und frage, ob alle erforderliche Arbeit der abgelaufenen Phase erledigt wurde, ob jedes erkannte Problem angegangen wurde und ob jedes Teammitglied seine zugewiesenen Aufgaben abgeschlossen hat.

  2. Stelle die Abschlussdokumentation zusammen, einschließlich der Abschlussberichte, und erarbeite und prüfe sie gemeinsam mit den Teammitgliedern, damit jeder Aspekt des Projekts besprochen wurde. Sieh dir auch die Notizen aus etwaigen Retrospektiven an, damit die Leute sagen können, was ihnen gefallen und missfallen hat, und mit einem Gefühl des Abschlusses herausgehen.

  3. Führe den administrativen Abschluss der Beschaffung durch. Schließe die nötigen Verträge, leiste Zahlungen an Dienstleister und hole alle finalen Deliverables von beauftragten Mitarbeitenden ein - damit externe Stakeholder und Auftragnehmer verstehen, dass die Phase wirklich vorbei ist.

  4. Erkenne den Abschluss der Phase formell an, falls nötig. Jeder Stakeholder sollte wissen, dass eine Phase oder ein Projekt endet. Manchmal ist das eine E-Mail, die den Milestone verkündet; manchmal rechtfertigt es ein größeres Meeting.

  5. Erledige die Nacharbeit - finales Feedback einholen, Abschlussumfragen durchführen und proaktiv Unterstützung für künftige Probleme anbieten.

Wenn du nur einmal und umfassend abschließt, sieht die Form etwas anders aus.

  1. Stelle die Schulungsmittel, die Dokumentation und die Fähigkeiten zur Nutzung des Produkts bereit - Handbücher, Anleitungen, alles, womit Kundschaft und Nutzende das Produkt oder die Dienstleistung nach dem Projektabschluss bedienen können.

  2. Bestätige, dass das Projekt seine Ziele und gewünschten Ergebnisse erfüllt hat. Prüfe es daraufhin, ob jede Aufgabe und jedes Deliverable abgeschlossen wurde und nichts fehlt. Hast du erreicht, was du dir vorgenommen hattest, und ist der gesamte Arbeitsumfang erledigt?

  3. Dokumentiere die Abnahme durch alle Stakeholder, Kundschaft und Sponsoren eingeschlossen. Du willst einen schriftlichen Beleg, dass sie mit Deliverables und Ergebnissen zufrieden sind - festgehalten in Retrospektiven, in einem Projektabschlussdokument oder in einer anderen formellen Freigabe.

  4. Sieh alle Verträge und Dokumente gemeinsam mit dem Projektteam durch - SOW, RFP, RACI-Matrix, Risikoregister und Beschaffungsunterlagen. Das gesamte Team in die Durchsicht einzubeziehen ist genau das, was verhindert, dass etwas übersehen wird.

  5. Dokumentiere die Lessons Learned in einer formellen Retrospektive, mit deinem Team, allen weiteren beteiligten Teams, deinen Stakeholdern und externen Dienstleistern im Raum.

  6. Löse das Projektteam auf und bedanke dich bei ihm.


Für den Projektmanager ist das auch persönlich wichtig: Es ist die Gelegenheit, den Erfolg des Projekts zu den eigenen Bedingungen zu zeigen und den Wert darzustellen, den die eigene Arbeit dem Unternehmen hinzugefügt hat. Die Kernfrage, die der Wirkungsbericht beantwortet, lautet: Welches Problem wollten wir lösen, und wie haben wir es gelöst?

Ziele, Teilziele, Budget, Zeitplan und Key Performance Indicators müssen alle zu Beginn des Projekts festgelegt werden - der Impact-Report zeigt dann einfach, wie du gegen diese frühen Zielmarken abgeschnitten hast.

Ziele und Teilzielewas du bis zum Ende erreichen wolltest
Leistung gegenüber den KPIsein KPI ist ein messbarer Wert, der zeigt, wie wirksam ein Unternehmen seine Ziele erreicht
Zeitplan- und BudgetleistungKosteneinsparungen und Effizienzen, eingehaltene Fristen, Lieferung im Budget
Wiederhole, wie du Erfolg am Anfang definiert hast, und zeige dann die Ergebnisse, die ihn belegen.

Die Videofassung derselben Liste ist kürzer: wie das Projekt bei Zeit, Scope und Budget gelandet ist, wann das neue Produkt oder die neue Dienstleistung gelauncht ist, welches Nutzerfeedback vorliegt und wie die gewünschten Ergebnisse erreicht wurden.

Fakten und Statistiken gehören zu den besten Wegen, Wirkung darzustellen, also sammle die Daten und verfolge den Fortschritt während des gesamten Projekts in jedem Bereich, den du messen willst.

Verbesserung der ZeitplanleistungUmsatzwachstumPositiver Return on InvestmentMehr externe NutzendeHöherer Anteil interner NutzenderKosten im Verhältnis zu den MargenHoher Prozentsatz an KundenzufriedenheitSenkung der GemeinkostenWeniger technische ProblemeEingesparte Zeit

Kombiniere die Kennzahlen mit den passenden Visualisierungen und binde sie an die größeren Projektziele zurück, dann ist der Wert des Projekts sofort lesbar.

  • Sei knapp. Teile die Kennzahlen, die zeigen, dass du die Ziele getroffen hast, lass überflüssige Details weg und ordne den Inhalt in Stichpunkten statt in Absätzen.
  • Verstehe dein Publikum. Streiche Fachsprache und Jargon, denen deine Stakeholder nicht folgen können.
  • Nutze Visualisierungen. Ein Präsentationstool wie Google Slides, PowerPoint oder Canva, mit Diagrammen und Grafiken für die Ergebnisse, Bildern für die Aufmerksamkeit und Icons, die den Blick auf den Punkt lenken.
  • Beschreibe deine Erkenntnisse. Behandle die Lessons Learned aus dem Projekt und die Bereiche, die du als verbesserungswürdig erkannt hast.
  • Halte die Stakeholder beteiligt, indem du variierst, wie die Daten ankommen: zeigen mit Videos von Demos, Testimonials oder Fallstudien; erzählen mit einer Anekdote, die an die Daten anknüpft; einbinden mit Fragen, Umfragen oder Quizfragen.

Die Teamseite des Abschlusses hat zwei Teile: reflektieren und feiern. Keiner von beiden ist optional.

Retrospektiven wurden ausführlich im Qualitätsmanagement → behandelt, deshalb hier nur die Kurzfassung dessen, was der Abschluss hinzufügt. Eine Retrospektive bespricht Erfolge, Fehlschläge und mögliche Verbesserungen und kann nach einem großen Milestone oder am Ende des Projekts stattfinden. Ihre drei Vorteile für das Team bleiben dieselben: Sie fördert Teambuilding, indem sie unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht, sie verbessert die Zusammenarbeit in künftigen Projekten, und sie fördert positive Veränderung künftiger Verfahren und Prozesse.

Neu ist, dass eine Retrospektive ein Bestandteil des Abschlussprozesses selbst ist. Ob du nach jeder Phase oder einmal umfassend am Ende abschließt: Die Retrospektive gehört dazu. Teams sträuben sich oft dagegen, für die Reflexion innezuhalten, bevor sie in die nächste Phase stürmen, aber ohne Reflexion gibt es kein Wachstum, und Reflexion ist der Weg, um zu lernen, welche Praktiken man behält und welche man verbessert.

Das heißt, Feedback bewusst einzuholen - zu Planung, Zeitplanung, Durchführung, Kommunikation oder Teamdynamik - und zu akzeptieren, dass ein Teil davon Prozesse betrifft, die du selbst geführt hast. Dieses Feedback zu verarbeiten gehört zum Wachsen als Projektmanager, und genau deshalb zählt der sichere Raum, in dem es gegeben wird, so viel.

Gute Arbeit anzuerkennen gehört zur Förderung kontinuierlichen Wachstums und ist kein nettes Extra am Schluss. Wie ihr feiert, hängt davon ab, wo ihr im Projekt steht und was zum Team passt, aber sich mit einem Zeichen der Anerkennung zu belohnen macht aus dem Feiern selbst eine Teambuilding-Übung. Anerkennung sorgt dafür, dass sich die Arbeit erhebend und lohnend anfühlt statt monoton und ermüdend, und sie treibt positive Veränderung an. Also spielt ein Spiel, esst Kuchen, verbringt gemeinsam gute Zeit. Ein Projekt ist erst dann vollständig abgeschlossen, wenn das Team gefeiert wurde.


Ein Google-Programmmanager, der an Bildungsprogrammen für Informatik arbeitet, beschrieb einen Live-Ausfall: Während eines der größten Tech-Bildungsmomente des Jahres brach die Drittanbieter-Plattform, auf der ihr Programm aufbaute, vollständig zusammen, während sich Tausende Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte darauf vorbereiteten, online zu programmieren. E-Mails, Bugs und Anfragen strömten herein.

  • Nicht in Panik geraten, und offen und schnell kommunizieren, solange das Problem läuft.
  • Sobald das Problem behoben ist, eine Retrospektive und ein klares Post-Mortem durchführen, damit dieses Team und künftige Teams dasselbe verhindern und abmildern können.
  • Eine Kultur der Schuldfreiheit bedeutet: Wenn etwas kaputtgeht, zeigt niemand auf das Engineering-Team, weil es unvorbereitet war, oder auf das Kommunikationsteam wegen eines Fehlers - das gesamte Team übernimmt Verantwortung, und das gesamte Team darf es als Chance zur Verbesserung behandeln.
  • Beide Größenordnungen von Erkenntnis festhalten - die großen strategischen, etwa mehr Flexibilität in einen Zeitplan einzubauen, und die sehr kleinen taktischen Anpassungen, die das Projekt beim nächsten Mal effizienter laufen lassen.

Ein Bauplanwas das Team getan hat, wie es das getan hat, was es geliefert hat
Eine Bewertung der Qualitätwie gut war die Arbeit
Eine Bewertung der Leistunggegenüber Budget und Zeitplan
Wie eine Retrospektive ist der Abschlussbericht eine Quelle von Best Practices für künftige Projekte.

Warum sich das auszahlt: Wenn ein ähnliches Projekt oder eine Fortsetzung deines Projekts ansteht, wird ihm womöglich ein anderer Projektmanager zugewiesen, während du längst weitergezogen bist. Ein gründlicher Abschlussbericht sagt dieser Person, was beim letzten Mal geschehen ist, einschließlich dessen, was gut lief und was nicht, und er verkürzt die Zeit, die du mit ihren Rückfragen verbringst. Geh davon aus, dass deine künftigen Leserinnen und Leser nichts über das Projekt wissen, und sei so detailliert wie nötig, damit sie Zweck, Durchführung und Ergebnis allein aus dem Bericht verstehen.

AbschnittWas zu schreiben ist
Executive SummaryEine Beschreibung des Prozesses und des Zwecks des Projekts, ein paar Sätze bis höchstens ein Absatz. Der Test: Würde eine Führungskraft, die nur das liest, die wichtigsten Punkte des Projekts verstehen?
Zentrale ErfolgeDie Leistungen des Teams und die Gesamtwirkung des Projekts
Lessons LearnedWas gut lief und warum, was schieflief und warum, und die wesentlichen Folgen zentraler Problemfelder wie Scope Creep und Terminverzug
Offene PunkteWas du nicht mehr ganz geschafft hast, dazu Ideen für Änderungen, die du mit mehr Zeit vorgenommen hättest
Nächste SchritteErwartete Folgeprojekte und jede erforderliche laufende Wartung
Zeitplan und FristenWelche Milestones es gab und wie du sie gewählt hast, wie lange das Projekt gedauert hat, ob es im Plan blieb und welche größeren Rückschläge es gab
Ressourcen und TeammitgliederWer beteiligt war und welche Rollen sie hatten - auch die Stelle, an der alle Beitragenden gewürdigt werden
Ressourcen und ProjektarchivLinks zum ursprünglichen Projektplan, dokumentierte Stakeholder-Kommunikation und Feedback wie Meeting-Notizen, die Dokumente zum Verfolgen, Überwachen und Berichten sowie technisches Material zu den Deliverables wie Benutzerhandbücher und Anleitungen

Abschlussberichte schaffen Sichtbarkeit unter den Teammitgliedern und machen künftige Projekte effizienter. Sie nützen der Organisation und dem Projektmanager gleichermaßen.



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