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Woche 9 | Session 4: Intelligente Entscheidungstools — Effizienzmessung & Data Envelopment Analysis (DEA)

Kurs: Supply Chain Digitalisierung — Modul 3: Analytics im SCM



1. Fallstudie — Automobilunternehmen: 9 Produktionsstätten

Abschnitt betitelt „1. Fallstudie — Automobilunternehmen: 9 Produktionsstätten“

Konzept der Data Envelopment Analysis

Problemstellung: Das Management möchte die Effizienz von 9 Produktionsstätten messen, um herauszufinden, welche effizient sind, welche nicht und wo Verbesserungen möglich sind. Verbesserungsoptionen: Outputs erhöhen ODER Inputs reduzieren.

  • Output 1: Produktionsertrag (Yield) (% fehlerfreie Produkte)
  • Output 2: OEE (Overall Equipment Effectiveness) (%)
  • Input 1: Zykluszeit (Minuten)
  • Input 2: Ressourcenauslastung (%)

Daten des Automobilunternehmens


2. Was ist Effizienz? — 1 Input, 1 Output Beispiel

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Effizienz = Output / Input (Bedingung: Effizienz ≤ 1)

Normalisieren: Teilen Sie alle rohen Verhältnisse durch das maximale Verhältnis über alle Standorte. Dies stellt sicher, dass die maximale Effizienz = 1,0 ist und alle anderen ≤ 1 sind.

StandortInputOutputOutput / Input÷ Max (1.33)EffizienzStatus
A210.500.37537.5%Nicht effizient
B341.331.000100%Effizient ★
C551.000.75075%Nicht effizient

(Maximales rohes Verhältnis = 1,33. B ist effizient. A und C sind es nicht.)


Eine Linie/Kurve, die alle Standorte mit einer Effizienz = 1,0 verbindet.

  • Effiziente Standorte liegen bereits AUF der Grenze.
  • Ineffiziente Standorte liegen UNTERHALB der Grenze.

Wie man einen ineffizienten Standort effizient macht

Abschnitt betitelt „Wie man einen ineffizienten Standort effizient macht“

Zwei Strategien:

  1. Output erhöhen: mit demselben Input mehr produzieren → bewegt sich NACH OBEN zur Grenze.
  2. Input reduzieren: denselben Output mit weniger Input produzieren → bewegt sich NACH LINKS zur Grenze.

Bei 2 Outputs und 2 Inputs funktioniert ein einfaches O/I-Verhältnis nicht mehr — es wird eine gewichtete Formel benötigt.

Effizienz = Gewichtete Summe der Outputs ÷ Gewichtete Summe der Inputs = (V1·Y1 + V2·Y2) ÷ (U1·X1 + U2·X2) ≤ 1

  • V1, V2 = Gewichtungen für Output 1 und Output 2.
  • U1, U2 = Gewichtungen für Input 1 und Input 2. Diese Gewichtungen sind Entscheidungsvariablen — der Solver findet die optimalen Werte.

Data Envelopment Analysis (DEA) — Optimierungsmodell zum Finden von Effizienzwerten für jeden Standort. Führen Sie das Modell 9 Mal aus — einmal pro Standort. Nur die Zielfunktion ändert sich. Die Nebenbedingungen bleiben gleich.

KomponenteAusdruck (für Standort k)Erklärung
Zielfunktion (ändert sich pro Standort)Maximieren: (Yk1·V1 + Yk2·V2) ÷ (Xk1·U1 + Xk2·U2)Maximiere gewichteten Output ÷ gewichteten Input für Zielstandort k.
Nebenbedingung (gleich für alle)Für jedes i = 1 bis 9: (Yi1·V1 + Yi2·V2) ÷ (Xi1·U1 + Xi2·U2) ≤ 1Stellt sicher, dass KEINEM Standort eine Effizienz > 1 erlaubt ist.
EntscheidungsvariablenV1, V2, U1, U24 Unbekannte.
Nicht-NegativitätV1, V2, U1, U2 ≥ 0Gewichtungen können nicht negativ sein.

Für jeden Standortlauf: Der Solver findet V1, V2, U1, U2, die die Effizienz dieses Standorts maximieren, ohne dass ein anderer Standort 1 überschreitet.


  • Problem: Effizienzmessung von 9 Standorten (2 Inputs, 2 Outputs).
  • Effizienz: Output/Input, so normalisiert, dass max = 1.
  • Mehrere I/O: Gewichtete Summen verwenden. Effizienz = (V1·Y1+V2·Y2) ÷ (U1·X1+U2·X2) ≤ 1
  • DEA-Modell: LP wird 9 Mal gelöst — die Zielfunktion ändert sich pro Standort, die Nebenbedingungen sind identisch.