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Woche 5 | Session 2: NVP — Lieferantenauszahlungen, SC-Konflikt & Revenue-Sharing-Verträge

Kurs: Supply Chain Digitalisierung — Modul 2: Digital Business in der SC



  • Nachfrageverteilung: 5 Szenarien → 10K(20%), 20K(15%), 30K(10%), 40K(25%), 50K(30%)
  • NV-Gewinnformel: min(D, S) × ₹20 − S × ₹10
  • Optimale NV-Bestellung: S* = 40.000 Einheiten → E[Gewinn] = ₹2.00.000 (höchster Wert)
  • RS-Gewinnformel: S × ₹5 − ₹1.50.000 | Breakeven bei S = 30.000
  • Diese Session: Was bedeutet die Wahl des NV von S = 40K für RS und die SC? → Konflikt → Verträge

Lieferantenauszahlung — Probabilistisches Umfeld

Abschnitt betitelt „Lieferantenauszahlung — Probabilistisches Umfeld“

Der RS-Gewinn hängt NICHT von der Nachfrage D ab — nur von der Bestellmenge S, die vom NV aufgegeben wird. Warum? RS erfüllt die Bestellung und wird zum Großhandelspreis von ₹10/Einheit bezahlt. Die Marktnachfrage ist das Problem des NV, nicht das von RS.

  • RS-Gewinn = S × (₹10 − ₹5) − ₹1.50.000 = S × ₹5 − ₹1.50.000
  • RS bevorzugt: Eine so große Bestellung wie möglich — mehr Einheiten = mehr Grenzgewinn zu ₹5/Einheit
Lieferant
Potenzielle Bestellmenge
1000020000300004000050000
Fixkosten der Anlage (Rs.)150000150000150000150000150000
Potenzielle Fertigungs- & Betriebskosten (Rs.)50000100000150000200000250000
Potenzielle Einnahmen des Lieferanten (Rs.)100000200000300000400000500000
Potenzielle Gewinne des Lieferanten (Rs.)-100000-50000050000100000
Wahl der Bestellmenge durch Lieferanten (Einheiten)50000
Endgültige Bestellmenge des Lieferanten an den Einzelhändler (Einheiten)40000
Potenzielle Gewinne gemäß der besten Bestellung des Newsvendors50000
Tatsächlicher Gewinn des Lieferanten (Rs.)50000

Tabelle 1: RS-Gewinn für jede mögliche Bestellmenge — NV wählt 40K, RS will 50K

RS-Breakeven und Teilnahmeentscheidung nach Bestellmenge

Abschnitt betitelt „RS-Breakeven und Teilnahmeentscheidung nach Bestellmenge“
Bestellmenge (S)FixkostenVar. Kosten (₹5/Einh.)Einnahmen (₹10/Einh.)RS-GewinnRS nimmt teil?
S = 10.000₹1.50.000₹50.000₹1.00.000−₹1.00.000 ✗Nein
S = 20.000₹1.50.000₹1.00.000₹2.00.000−₹50.000 ✗Nein
S = 30.000₹1.50.000₹1.50.000₹3.00.000₹0 (Breakeven)Vielleicht ⚠
S = 40.000 ← NV wählt₹1.50.000₹2.00.000₹4.00.000+₹50.000 ✓Ja ✓
S = 50.000 ← RS will₹1.50.000₹2.50.000₹5.00.000+₹1.00.000 ✓✓Ja ✓✓

Ergebnisse nach Entität — Gesamter SC-Gewinn, NV, RS nach Bestellmenge

Abschnitt betitelt „Ergebnisse nach Entität — Gesamter SC-Gewinn, NV, RS nach Bestellmenge“
Entscheidungen und Ergebnisse nach Entität
Potenzielle Bestellmenge
1000020000300004000050000
a. Erwarteter Gewinn des Newsvendors (Rs.)100000160000190000200000160000
b. Bestellmenge des Newsvendors (Einheiten)40000
c. Potenzielle Gewinne des Lieferanten (Rs.)-100000-50000050000100000
d. Potenzielle Gewinne der Supply Chain (Rs.) (a. + c.)0110000190000250000260000
Bevorzugte B2B-Bestellmenge der Supply Chain (Einheiten)50000
Endgültige B2B-Bestellmenge der Supply Chain (Einheiten)40000
  • Bei S = 40.000 (Wahl des NV): RS verdient +₹50.000 → profitabel, also wird RS teilnehmen ✓
  • Bei S = 50.000 (von RS bevorzugt): RS verdient +₹1.00.000 → der doppelte Gewinn
  • Der NV wird NICHT 50.000 bestellen: E[NV-Gewinn] bei S=50K = ₹1.60.000 < ₹2.00.000 bei S=40K → NV hat keinen Anreiz

BestellmengeNV E[Gewinn]RS GewinnSC Gesamt E[Gewinn]Bevorzugt von?
S = 40.000 (NV optimal)+₹2.00.000 ✓ (NV bestes)+₹50.000 ✓+₹2.50.000NV → Ja. RS → OK, wünscht sich aber mehr. SC → Nicht am besten.
S = 50.000 (SC/RS optimal)+₹1.60.000 ✗ (NV schlechter)+₹1.00.000 ✓✓+₹2.60.000 ★NV → Nein (verliert ggü. S=40K). RS → Ja. SC → Ja (global bestes).
  • Die beste Entscheidung des Newsvendors (40.000 Einheiten) ist nicht die bevorzugte Wahl für den Lieferanten (50.000 Einheiten). Der Lieferant ist gezwungen, 40.000 Einheiten zu produzieren und an den Newsvendor zu verkaufen, da der Newsvendor die Bestellung initiiert.

  • Der Newsvendor hat keinen Anreiz, 50.000 Einheiten statt 40.000 Einheiten zu bestellen.

  • Die beste Entscheidung des Newsvendors (40.000 Einheiten) ist die dezentralisierte Entscheidung, die die beste Entscheidung für die einzelne Einheit (lokales Optimum) darstellt.

  • Die beste Option der Supply Chain (50.000 Einheiten) ist die zentralisierte Entscheidung, die die beste Entscheidung für die Supply Chain (globales Optimum) darstellt.

  • Es gibt keinen Anreiz für den Newsvendor, die zentralisierte Entscheidung zu wählen, und daher wird diese nicht für die Supply Chain gewählt.

  • Globales SC-Bestes: S = 50.000 → SC-Gesamt E[Gewinn] = ₹2.60.000 (maximal möglich)

  • Dezentralisiertes NV-Bestes: S = 40.000 → SC-Gesamt = ₹2.50.000 (₹10.000 unter dem globalen Bestwert)

  • Lücke: ₹10.000 an Wert, der für die SC verloren geht, weil der NV rational S=40K gegenüber S=50K bevorzugt

  • SC ist “gezwungen” zu akzeptieren: 40.000 Einheiten, weil der NV der Entscheidungsträger ist und nicht freiwillig mehr bestellen wird


  • Problem: Die individuell rationale Entscheidung des NV (S=40K) lässt ₹10.000 SC-Gewinn ungenutzt
  • Lösung erforderlich: Ein Mechanismus, der dem NV einen Anreiz bietet, freiwillig S=50K zu bestellen → und dabei weiterhin profitabel zu sein
  • Vertrag: Eine formelle Vereinbarung zwischen Parteien mit vereinbarten Bedingungen. Vertragsparameter können umfassen: Preis | Bestellmenge | Bestellplan | Zahlungsbedingungen | Kreditlaufzeit | Dauer | Rückgaberichtlinien.
  • Effektiver Vertrag: Bringt ALLE Akteure in eine bessere Position als ohne den Vertrag — Pareto-Verbesserung
  • Durch Verträge geteilte Informationen: Marktnachfragedaten | Lagerbestände | Risiko | Kosten

VertragsartMechanismusWer teilt das Risiko?Haupteffekt
Revenue Sharing (Umsatzbeteiligung) ★NV teilt % des Umsatzes mit RS. RS gewährt im Gegenzug Großhandelspreisnachlass.NV teilt Umsatzrisiko mit RSGibt dem NV Anreiz, mehr zu bestellen; senkt NV-Beschaffungskosten
Buyback (Rückkauf)RS stimmt zu, überschüssigen unverkaufen Bestand nach der Verkaufsperiode zu vereinbartem Preis vom NV zurückzukaufen.RS trägt ÜberbestandsrisikoNV bestellt mehr (geringeres Abwärtsrisiko); RS teilt Nachfrageinfos
Quantity Flexibility (Mengenflexibilität)NV kann TEIL des überschüssigen Bestands zu vereinbartem Preis zurückgeben — teilweiser Rückkauf.Teilweise RisikoteilungFlexibler als Buyback; mittlerer Bestellanreiz
Quantity Discount (Mengenrabatt)RS gibt niedrigeren Großhandelspreis pro Einheit für größere Bestellmengen (z.B. ₹8/Einh. für 50K vs. ₹10/Einh. für kleinere Bestellungen).NV trägt VolumenrisikoBietet direkten Anreiz für größere NV-Bestellungen
Sales Rebate (Verkaufsrabatt)NV erhält Belohnung/Rabatt für Verkäufe über einer Schwellenmenge. Fördert Rabatte für Endkunden.NV hat Anreiz, Nachfrage anzukurbelnNV teilt Nachfrageinfos; erhöht Marktdurchsatz
Cost Sharing (Kostenteilung)NV teilt Kosteninfos mit RS; RS senkt Preis entsprechend. Nicht auf aktuelles NVP-Szenario anwendbar.Kostensichtbarkeit geteiltErmöglicht größere Produktionsläufe durch RS
Payback (Amortisation)RS hat überschüssigen unverkauften Bestand; NV stimmt dem Kauf zu. Umkehrung des Buybacks — RS hat hier Marktinfos.NV trägt RS-ÜberbestandAnwendbar, wenn RS mehr Marktwissen als NV hat

In diesem Beispiel untersuchte Verträge: Revenue Sharing (detailliert) + Quantity Discount (erwähnt). Cost Sharing & Payback: Nicht direkt anwendbar auf dieses NVP-Szenario — RS hat hier nicht mehr Marktinfos als der NV.


Revenue-Sharing-Vertrag — Detailliertes Beispiel

Abschnitt betitelt „Revenue-Sharing-Vertrag — Detailliertes Beispiel“
  • NV bietet RS: X% der aus Verkäufen erzielten Einnahmen
  • RS gibt NV: Einen Nachlass auf den Großhandelspreis (w < ₹10)
  • Logik: Niedrigeres w → Beschaffungskosten des NV sinken → NV ist bereit, mehr zu bestellen | Umsatzbeteiligung → RS wird für den Nachlass entschädigt
  • Umsatzformel: Umsatz = min(D, S) × ₹30 → NV behält (1−X)% | RS erhält X%
  • NV-Gewinnformel (mit Vertrag): min(D,S) × ₹30 × (1−X) − min(D,S) × ₹10 − S × w = min(D,S) × [₹30(1−X) − ₹10] − S × w

Mit X = 32% Umsatzbeteiligung und w = ₹2,75 arbeiten die folgenden Tabellen den Vertrag Schritt für Schritt durch. Zuerst die Gesamteinnahmen des NV [min(D,S) × ₹30] für jede Kombination aus Nachfrage und Bestellung:

Newsvendor
Nachfrage (Wahrsch.) \ Potenzielle Bestellmenge
1000020000300004000050000
10000 (20%)300000300000300000300000300000
20000 (15%)300000600000600000600000600000
30000 (10%)300000600000900000900000900000
40000 (25%)30000060000090000012000001200000
50000 (30%)30000060000090000012000001500000

Die Anwendung der Vertragsformel ergibt die angepassten Gewinne des NV. Unter diesen Parametern verschiebt sich die beste Bestellung des NV auf S = 30.000 Einheiten (Hinweis: Die Tabellendaten spiegeln einen anderen Parametersatz wider, der zu 30K führt; 32% mit ₹2,75 führt optimal zu 50K).

Nachfrage (Wahrsch.) \ Potenzielle Bestellmenge1000020000300004000050000
10000 (20%)70000-30000-130000-230000-330000
20000 (15%)7000014000040000-60000-160000
30000 (10%)7000014000021000011000010000
40000 (25%)70000140000210000280000180000
50000 (30%)70000140000210000280000350000
Erwarteter Gewinn des Newsvendors7000010600011650011000061000
Bestellmenge des Newsvendors (Einheiten)30000

Die Auszahlung an den Lieferanten im Rahmen des RS-Vertrags — einschließlich der vom NV erwarteten Umsatzbeteiligung — ist unten dargestellt:

Lieferant
Potenzielle Bestellmenge
1000020000300004000050000
Fixkosten der Anlage (Rs.)150000150000150000150000150000
Potenzielle Fertigungs- & Betriebskosten (Rs.)50000100000150000200000250000
Potenzielle Einnahmen des Lieferanten (Rs.)100000200000300000400000500000
Erwartete Umsatzbeteiligung des Lieferanten3000054000735009000099000
Potenzielle Gewinne des Lieferanten (Rs.)-700004000073500140000199000
Wahl der Bestellmenge durch Lieferanten (Einheiten)50000
Endgültige Bestellmenge des Lieferanten an den Einzelhändler (Einheiten)30000
Potenzielle Gewinne gemäß der besten Bestellung des Newsvendors73500
Tatsächlicher Gewinn des Lieferanten (Rs.)73500

(Hinweis: Die obigen Tabellen veranschaulichen einen suboptimalen Vertragsparametersatz, der zu S=30.000 führt).


Parameterabstimmung — Was passiert bei verschiedenen Werten?

Abschnitt betitelt „Parameterabstimmung — Was passiert bei verschiedenen Werten?“
Umsatzbeteiligung %Großhandelspreis (₹)NV bestes SNV E[Gewinn]RS GewinnSC GesamtBeide besser?
0% (Basislinie)₹1040.000₹2.00.000₹50.000₹2.50.000— (Referenz)
10%₹1030.000₹1.16.500 ✗₹73.500 ✓₹1.90.000 ✗Nein — NV schlechter, SC schlechter
0%₹740.000₹2.30.000 ✓₹20.000 ✗₹2.50.000Nein — RS schlechter
10%₹740.000₹2.30.000 ✓₹20.000 ✗₹2.50.000Nein — RS immer noch schlechter
32% ★₹2,75 ★50.000 ★₹2.03.200 ✓₹56.800 ✓₹2.60.000 ★JA — Alle besser ✓
  • Umsatzbeteiligung 10%, w=₹10 (kein Rabatt): NV bestellt nur 30K (weniger als vorher) → NV schlechter, SC schlechter. RS leicht besser, aber irrelevant — NV wird nicht unterschreiben.
  • Umsatzbeteiligung 0%, w=₹7 (nur Rabatt): NV bestellt 40K → NV besser (+₹30K). RS schlechter (verliert Rabatteinnahmen). NV mag das vielleicht, aber RS wird nicht unterschreiben.
  • Umsatzbeteiligung 10%, w=₹7: NV bestellt 40K → NV immer noch besser. RS immer noch schlechter als die Basislinie. SC gleich wie die Basislinie. Nicht ausreichend.
  • Umsatzbeteiligung 32%, w=₹2,75: NV bestellt 50K ✓ → NV besser (+₹3.200) | RS besser (+₹6.800) | SC = ₹2.60.000 (globales Bestes ✓). Alle Akteure gewinnen.
  • Ziel: Finde (Umsatzbeteiligung %, Großhandelspreis w), was den gesamten SC-Gewinn maximiert, sodass sowohl NV als auch RS individuell besser dastehen als ohne Vertrag.
  • Bedingungen: NV E[Gewinn] ≥ ₹2.00.000 (NV-Außenoption) | RS-Gewinn ≥ ₹50.000 (RS-Außenoption).
  • Die 32%/₹2,75-Lösung ist ein gültiger Punkt — es gibt viele Kombinationen, die beide Bedingungen gleichzeitig erfüllen.
  • Ansatz des Professors: Manuelle Erkundung (keine formale Optimierung) — demonstriert das Konzept.
  • Formaler Ansatz: Aufstellung als LP/NLP und Lösung — wird in weiterführenden SCM/OR-Kursen behandelt.

Abschließende Zusammenfassung — Dezentralisiert vs. Zentralisiert vs. Koordiniert

Abschnitt betitelt „Abschließende Zusammenfassung — Dezentralisiert vs. Zentralisiert vs. Koordiniert“

Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Ergebnisse über alle drei SC-Regime hinweg — ohne Vertrag, zentraler Planer und Revenue-Sharing-Vertrag:

AspektDezentralisiert (Kein Vertrag)Zentralisiert (Zentraler Planer)Koordiniert (Revenue-Share-Vertrag)
NV-Bestellung40.000 (NV-Bestes)50.000 (SC-Bestes)50.000 ✓ (durch Anreiz erreicht)
NV E[Gewinn]₹2.00.000Weniger (NV würde nicht zustimmen)₹2.03.200 ✓
RS-Gewinn₹50.000₹1.00.000 (RS will dies)₹56.800 ✓
SC-Gesamt E[Gewinn]₹2.50.000₹2.60.000 ★ (globales Bestes)₹2.60.000 ★ ✓
Wird es passieren?Ja — NV handelt alleinNein — NV hat keinen AnreizJa — beide Parteien stimmen freiwillig zu ✓
  • Informationssichtbarkeit: NV teilt Marktnachfragesignale. RS versteht die tatsächlichen Marktbedingungen.
  • Bestandssichtbarkeit: Beide Parteien kennen Lagerbestände, Bestellmengen und Verkaufsergebnisse.
  • Risikoteilung: Umsatzbeteiligung → NV teilt das Nachfragerisiko mit RS. Buyback → RS trägt das Überbestandsrisiko für NV.
  • Kostensichtbarkeit: Cost-Sharing-Verträge → Akteur legt Kosten offen → ermöglicht vertrauensbasierte Preisgestaltung.

Brücke — SC-Koordination → Plattformökonomie

Abschnitt betitelt „Brücke — SC-Koordination → Plattformökonomie“

Dieselbe Koordinationslogik gilt in Plattformökonomie-Szenarien:

  • Taxifahrer: Einer Taxi-Aggregator-Plattform beitreten ODER Kunden direkt finden ODER beides → Kompromisse bei Umsatzbeteiligung und Marktzugang
  • Verkäufer im E-Commerce: Verkauf auf Amazon/Flipkart (Umsatzbeteiligung) vs. eigene Website → Kompromiss zwischen SC-Reichweite und Marge
  • Digitale Inhalte: Kostenlose Inhalte (werbefinanziert) vs. Abonnement → Kompromiss zwischen Nachfrage und Erlösmodell
  • Plattform: Ein Koordinationsmechanismus in großem Maßstab — reduziert Such- und Auswahlprobleme + ermöglicht Risiko-/Umsatzteilung über SC-Akteure hinweg

  • RS-Auszahlung: Steigt mit S. Bei S=40K (NV-Optimum): RS verdient +₹50K. Bei S=50K (von RS bevorzugt): RS verdient +₹1L.
  • Konflikt: NV wählt S=40K (maximiert eigenen E[Gewinn]). SC-Gesamtoptimum ist S=50K. NV hat keinen Anreiz, dorthin zu gehen.
  • Vertragsarten: Revenue Sharing | Buyback | Qty Flexibility | Qty Discount | Sales Rebate | Cost Sharing | Payback
  • Revenue-Sharing-Vertrag: NV gibt X% des Umsatzes an RS. RS gewährt einen Nachlass auf den Großhandelspreis. Muss beide Parameter ausbalancieren.
  • Optimaler Vertrag (dieses Beispiel): Umsatzbeteiligung = 32%, Großhandelspreis = ₹2,75 → NV bestellt 50K → alle Akteure stehen besser da → SC-Gewinn = ₹2.60.000
  • Kernprinzip: Effektiver Vertrag = alle Akteure individuell bessergestellt (Teilnahmebedingung) + SC-Gesamtgewinn maximiert
  • Brücke: Dieselbe Koordinationslogik untermauert die Plattformökonomie — Plattformen ermöglichen Info-/Risiko-/Kostensichtbarkeit in großem Maßstab